Danzig Nachlese 16. September 1920

Auf einem uns vorgelegten Bogen der ersten Ausgabe 15 Pfennig violettbraun war bei fünften Marke der letzten Reihe von oben der Fehler „Danzia“ festzustellen, allerdings nicht so klar, wie der von uns schon gemeldeten Fehldruck auf der 2-Mark-Marke, denn die untere Schleife des „g“ ist noch schwach angedeutet.
Auf der neuen 10-Pfennig-Provisorium mit blauem Schrägaufdruck Danzig, auf 10 Pfennig rot, fanden wir das „g“ bei zwei Marken eines Bogens ohne den auslaufenden Endstrich der Schleife, was vermutlich nicht auf einen Druckzufall, sondern auf einen fehlerhaftes Klischee zurückzuführen sein dürfte. Andererseits weist bei einzelnen Bogen der letzten 5-, 15-, 20-, 25- und 75-Pfennig-Provisorien das „g“ des Wortes „Danzig“ einen stark verbogenen Haken nach rechts heraus auf.
Die 2-, 3- und 10-Pfennig-Provisorien sind unten mit gespaltenen Balken (ähnlich der Sarre-Marken) zu verzeichnen.
Auch auf einem Bogen der 20 Pfennig, blau erste Ausgabe (Bogennummer 3589. 20), wurden vier Marken mit durchschlagendem Druck des Wortes „Danzig“ beobachtet.
Das Sternprovisorium 25 Pfennig auf 1 Mark lag uns jetzt ebenfalls mit einen großen grünen Punkt (Abdruck des Klischeenagels) auf dem Brustpanzer der Germania vor.
Sehr interessant sind einige uns vorliegende neue 5-Pfennig-Provisorium, bei denen der blauschwarze Aufdruck „Danzig“ und der Ausblockierungsstrich unten in metallisch glänzende Farbe gedruckt zum Vorschein kommt. Es bleibt abzuwarten, ob ganze Bogen der überdruckt wurden oder ob es sich nur um einen Zufall bei einzelnen Stücken in der Farbmischung handelt. Im ersten Fall würde die Marke eine besondere Erwähnung im Katalog verdienen.
Vorlage der meisten obigen Stücke verdanken wir den Herren Adolf, Hohmann, Hornus und Draskowski

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