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Arge Danzig

Die ARGE DANZIG e. V.

ist eine Arbeitsgemeinschaft zur Pflege und Erforschung der Danzig-Philatelie

Zur Geschichte der Arbeitsgemeinschaft

Die Gründungsversammlung der Arbeitsgemeinschaft Danzig fand am 23. März 1936 im Lokal „Ayckes Wein- und Bierstuben“, Danzig, Hundegasse 11, statt. Der Zusam-menschluß der Danzigsammler erfolgte hauptsächlich wegen der im Jahre 1935 in größeren Mengen als echt zum Verkauf angebotenen Aufdruckfälschungen. Man wollte sich schützen. Weiterhin sollte ein allgemeiner Erfahrungs- und Informationsaustausch unter den Danzigsammlern initiiert, sowie die Marken und Stempel der Freien Stadt Danzig katalogisiert werden.

So sollten alle Mitglieder nach folgendem Leitsatz handeln:

„Wir wollen nur und ausschließlich der Sache dienen, gemeinsam forschen, Kenntnisse über das Gebiet der Danzigmarken und Stempel vermitteln und vertiefen. Wir wollen aber auch kämpfen gegen alles Schädliche und Abträgliche, gegen Mache, Schwindel und Fälschungen, wie auch gegen liebgewordenen Selbstbetrug.“

Die Vereinigung der Danzigsammler war nach den Gebieten Deutsche Kolonien (1928), Memelland (1929) und Deutsche Inflation (1931, heute INFLA-Berlin) die vierte ihrer Art in Deutschland und führte als zweite den noch heute gebräuchlichen Namen „Arbeitsgemeinschaft“. Unter Vorsitz von Wilhelm Marx fanden monatlich Zusammenkünfte statt, da die meisten Mitglieder in Danzig wohnten. Im Jahre 1940 war die Mitgliederzahl auf über 100 gestiegen, sank aber durch die Kriegsverhältnisse rapide ab. Wilhelm Marx starb in Danzig nach Kriegsende. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges – die letzte Vereinsversammlung fand am 16. Januar 1945 statt – wurden neben vielen Mitgliederrundschreiben und Abhandlungen über spezielle Themen auch 35 Mitteilungsblätter „Das Danziger Postwertzeichen“ herausgegeben.

Franz Prill, der stellvertretende Vorsitzende, versuchte nach seiner Ausweisung aus Danzig von der Lüneburger Heide aus, wenigstens die in Deutschland wohnenden Mitglieder anzuschreiben. Ein erstes Rundschreiben erreichte die Mitglieder bereits 1947. Aber die Finanzlage, besonders nach der Währungsreform 1948, war katastrophal. Nur sechs Rundschreiben konnten herausgebracht werden, und nur noch 20 Mitglieder waren treu geblieben.

Ab 1955 setzte Gerhard Schüler, eines der Gründungsmitglieder, die Vereinsarbeit durch vierteljährlich erscheinende Rundschreiben fort. Dadurch schaffte er den zweiten Anfang der Arbeitsgemeinschaft Danzig. Er stellte seine Kenntnisse selbstlos in den Dienst der ARGE. Gerhard Schüler war 1941 nach beendetem Studium aus Danzig in seine Heimatstadt Hamburg zurückgekehrt. Er leitete die ARGE Danzig bis zu seinem Ableben im Juli 1981. Zu dieser Zeit zählte die Arge 90 Mitglieder.

Karl Kniep, wie Marx und Prill gebürtige Danziger, übernahm die Leitung der ARGE und führte sie 10 Jahre im Alleingang wie vorher Gerhard Schüler. Eine Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit und der Regionaltreffen führte zu einem Mitgliederstand von 240 im Jahre 1991. Davon wohnten 40 im Ausland.

Genau 55 Jahre nach Gründung der Arbeitsgemeinschaft in Danzig erfolgte am 23. März 1991 in Wiesbaden eine organisatorische Umformung durch eine Neugründung mit Satzung und Eintrag in das Vereinsregister. Damit wurde der Weiterbestand der ARGE – nun als eingetragener Verein – gewährleistet.

Unsere regionalen Treffen

Die Mitglieder in der ARGE DANZIG e. V. sind Allgemeinsammler und Spezialisten von Teilgebieten der Danzig-Philatelie, Interessierte, Danzigfreunde, Anfänger, Fortge-schrittene, Briefmarkenhändler – „last but not least“ Damen und Herren, die Liebhaber von Danzigmarken sind.

Das erste organisierte Treffen nach Ende des Zweiten Weltkrieges fand erst 1980 in Hamburg statt. Es folgten regionale Treffen in Braunschweig 1981 und Rückersdorf bei Nürnberg 1982. Aufgrund der positiven Erfahrungen der teilnehmenden Mitglieder an diesen Treffen in gelockerter Atmosphäre folgten häufiger Treffen zum Informations- und Gedanken-austausch, zu Fachvorträgen, zur Materialansicht sowie natürlich zum Tausch. Gäste waren stets willkommen. Für ein geselliges Jahrestreffen mit Angehörigen hat sich eine ideale Tagungsstätte in Hamm-Pelkum gefunden. Verkehrstechnisch gut erreichbar dient diese Stätte jetzt auch der Jahreshauptversammlung der ARGE DANZIG e. V. im Mai/Juni jeden Jahres. Weitere regionale Treffpunkte bestehen in Berlin, Essen, Hamburg, Leipzig und Wiesbaden.

Das 100. Treffen nach 1980 fand am 21. März 1992 in Hamburg statt. Es waren 20 Mitglieder anwesend. Über 47 Jahre nach der letzten Vereinsversammlung in Danzig konnte im „Haus der Philatelie“ der Bezirksstelle Danzig des Polnischen Philate-listenverbandes am 3. August 1992 wieder ein Mitgliedertreffen am Gründungsort stattfinden.

Was bietet die Mitgliedschaft in der ARGE DANZIG e. V.?

Um Mitglied in der ARGE DANZIG e. V. zu werden, bedarf es weder des Mutes noch einer großen Sammlung. Voraussetzung ist vorrangig die Freude am Sammeln von Danzigmarken. Mag der Anfänger auch noch erschrecken beim Anblick umfangreicher Sammlungen von langjährigen Mitgliedern, so sollte er bedenken: “Es ist noch kein Meister von Himmel gefallen“, und die Zeit macht aus einem fleißigen Neuling einen qualifizierten Mitarbeiter.

• Man kann bei den zahlreichen Treffen philatelistische Anliegen vorbringen. Ungeklärte Themen werden im Rundschreiben aufgegriffen.
• Man erhält vier Rundschreiben im Jahr mit wichtigen Informationen über das Sammelgebiet „Danzig“.
• Man kann die Beilagen älterer Rundschreiben sowie andere Fachaufsätze über die Danzig-Philatelie als Kopie vom Literaturwart der ARGE DANZIG e. V. beziehen.
• Man kann am Rundsendedienst teilnehmen.
• Man kann beim Auf- und Ausbau seiner Sammlung fachkundige Beratung erhalten.

Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der Satzung der ARGE DANZIG e. V.

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