
{"id":141,"date":"2014-06-23T08:16:08","date_gmt":"2014-06-23T08:16:08","guid":{"rendered":"http:\/\/zeppelinbelege.org\/?page_id=141"},"modified":"2018-07-04T11:00:15","modified_gmt":"2018-07-04T09:00:15","slug":"about","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.danzig.org\/en\/about\/","title":{"rendered":"About"},"content":{"rendered":"<h1>Freie Stadt Danzig 1920 &#8211; 1939<\/h1>\n<h1>Zur Geschichte<\/h1>\n<p>997: Erste urkundliche Erw\u00e4hnung als &#8220;Gyddanyze&#8221;.<br \/>\num 1224: Die Siedlung erh\u00e4lt nach l\u00fcbischem Recht die Stadtrechte.<br \/>\n1308: Der Deutsche Ritterorden besetzt Danzig f\u00fcr \u00fcber 140 Jahre.<br \/>\n1361: Danzig wird Mitglied in der Hanse und geh\u00f6rt mit knapp 10 000 EW zu den bedeutendsten Wirtschaftszentren Nordeuropas.<br \/>\n1454: Mit einem Absagebrief f\u00e4llt Danzig mit 18 weiteren St\u00e4dten vom Orden ab und erh\u00e4lt von K\u00f6nig Kasimir von Polen als Schutzherrn sehr weitgehende innen-, au\u00dfen- und wirtschafts-politische Selbst\u00e4ndigkeit.<br \/>\n1577: Danzig behauptet sich in der Schlacht von Weichselm\u00fcnde gegen den polnischen K\u00f6nig Stephan Bathory und bewahrt seine Selbst\u00e4ndigkeit.<br \/>\n1772: Bei der 1. Teilung Polens kommt zun\u00e4chst nur Westpreu\u00dfen zum K\u00f6nigreich Preu\u00dfen. Danzig verbleibt noch bei Polen.<br \/>\n1793: Die 2. polnische Teilung f\u00fchrt auch Danzig nach Preu\u00dfen.<br \/>\n1807: Franz\u00f6sische Truppen erobern die befestigte Stadt Danzig.<br \/>\nbis 1813: Danzig wird dank Napoleons Machtkalk\u00fcl zur Freien Stadt.<br \/>\n1814: Danzig kehrt nach der russisch-preu\u00dfischen Belagerung nach Preu\u00dfen zur\u00fcck.<br \/>\n1816: Danzig wird Hauptstadt der Provinz Westpreu\u00dfen.<br \/>\n1919: Im Vertrag (Diktat) von Versailles wird die Abtrennung Danzigs und seines Hinterlandes vom Deutschen Reich festgelegt.<br \/>\n1920: Am 10. Januar scheidet Danzig aus dem Deutschen Reich aus und wird durch die Siegerm\u00e4chte am 15. November zur &#8220;Freien Stadt&#8221; erkl\u00e4rt.<br \/>\n1921: Der Brite Sir Richard Haking tritt als \u201eHoher Kommissar\u201c des V\u00f6lkerbundes sein Amt an.<br \/>\n1939: Mit dem Beschu\u00df der Westerplatte am 1. September und dem Angriff auf Polen endet die Zeit der \u201eFreien Stadt\u201c.<br \/>\n1945: Eroberung der Stadt durch sowjetische Truppen am 26. M\u00e4rz.<\/p>\n<h1 style=\"color: #000000;\">Die Landschaft<\/h1>\n<p>Als &#8220;Venedig des Nordens&#8221; liegt Danzig 5 km von der K\u00fcste (Bernsteinstrand) entfernt an der Weichselm\u00fcndung. Zahlreiche Wasserl\u00e4ufe (Radaune, Mottlau) durchziehen das Stadtgebiet. Im S\u00fcdosten begrenzen die Nogat, im S\u00fcdwesten die Weichsel die Freie Stadt. Ca. 80 % der Fl\u00e4che bieten als fruchtbares Schwemmland gute Voraussetzungen f\u00fcr die Landwirtschaft. Im Westen locken Wald- und Bergland (bis 300m H\u00f6he) die Wanderer, im Norden liegt Badestrand an Badestrand.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.danzig.org\/wp-gallery.html?cat_id=85&amp;gallery-img-id=716\"><img src=\"http:\/\/www.danzig.org\/wp-content\/plugins\/best-wp-gallery\/uploadimg\/1183999122_p1005965.jpg\" alt=\"map of Danzig\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<h1>Die Bev\u00f6lkerung<\/h1>\n<p>Auf 1893 qkm lebten 1929 ca. 407 000, 1939 noch 403 000 Einwohner in 4 St\u00e4dten:<br \/>\n&#8211; Danzig: 250.000<br \/>\n&#8211; Tiegenhof: 4.000<br \/>\n&#8211; Zoppot: 30.000<br \/>\n&#8211; Neuteich: 3.750<br \/>\nsowie rund 125 000 Personen in 252 Landgemeinden.<\/p>\n<p>Neben den beiden Kreisst\u00e4dten, bildeten die 3 Landkreise Danziger H\u00f6he, Danziger Niederung und Gro\u00dfes Werder die mittlere Verwaltungsebene. Ab 1526 war die Bev\u00f6lkerung zuletzt 60% protestantisch. Sie war zu 96% deutsch gepr\u00e4gt; 3,5 % bekannten sich zu Polen. Vom Amt bis zur Agentur besorgten ca. 120 Postanstalten den Postbetrieb f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<h1 style=\"color: #000000;\">Das Wappen<\/h1>\n<p>Neben den beiden L\u00f6wen, die in der Heraldik Kraft und k\u00f6nigliche Macht verk\u00f6rpern, entstammen die beiden Kreuze dem Wappen der \u00fcber 140 Jahre bestimmenden Deutschordensritter. Die Krone verdankt Danzig ab 1454 der Gunst K\u00f6nig Kasimir IV.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.danzig.org\/wp-gallery.html?cat_id=71&amp;gallery-img-id=617\"><img src=\"http:\/\/www.danzig.org\/wp-content\/plugins\/best-wp-gallery\/uploadimg\/1182976161_p1005471.jpg\" alt=\"Das Wappen von Danzig\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>nec temere \u2013 nec timide (weder furchtsam &#8211; noch unbesonnen)<\/p>\n<h1>Sehens-w\u00fcrdigkeiten<\/h1>\n<p>Die Marienkirche (Bauzeit 1343 \u2013 1502), das Rathaus (1379), das Krantor (1444) und die Sternwarte bilden die 4 Danziger Wahr-zeichen. Neben zahlreichen B\u00fcrgerh\u00e4usern mit ihren markanten Beischl\u00e4gen sind die Tore der alten Befestigungsanlagen, das Zeug-haus, der Artushof (fr\u00fcher Innungshaus der Kaufmannsgilden) und der Artusbrunnen zu nennen.<\/p>\n<h1>Die Wirtschaft<\/h1>\n<p>Flu\u00df und Meer haben schon im fr\u00fchen Mittelalter die Wirtschaft gepr\u00e4gt. Die Weichsel war Transportweg Nr. 1 der Polen f\u00fcr Exporte (Kohle, Holz, Getreide, Zucker und Lebensmittel) und Importe (Erze, D\u00fcngemittel, Schrott und Fisch). Im Hafen arbeiteten f\u00fcr Jahrhunderte Deutsche und Polen zu beiderseitigem Nutzen zusammen.<\/p>\n<p>1929 war der Warenumschlag gegen\u00fcber den Vorkriegjahren vervier-facht (8 560 000 t). Fast 11 000 Schiffe nutzten j\u00e4hrlich den Hafen mit Krananlagen, Speichern, Bunkeranlagen und Bahnanschlu\u00df. 12 Reedereien betrieben f\u00fcr Sammelgutladungen 87 Routen in alle Welt. 4 Werften besorgten Neubau und Reparaturen. Davon profi-tierten Zulieferbetriebe des Maschinenbaus und des Handwerks. 1904 wurde die Technische Hochschule in Langfuhr gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>In den Sommermonaten war schon vor dem 1. WK Danzig mit seinen Ostseeb\u00e4dern Glettkau, Br\u00f6sen, Westerplatte und Heubude Urlaubsziel vieler G\u00e4ste aus dem Reich, ja sogar aus ganz Europa. Zoppot setzte mit seinen Kuranlagen, dem Spielkasino und der Wald-oper einen zus\u00e4tzlichen Akzent. Messen und Ausstellungen brachten weitere Besucher nach Danzig, auch, um Bernsteinarbeiten zu erstehen. Ab 1920 bestanden vom Flugplatz Danzig-Langfuhr Flugverbindungen. Im Jahre 1926 nimmt die polnische Flugreederei LOT den Verkehr nach Danzig auf. Danzig hatte Bahnanschlu\u00df seit 1852. Ein dritter bedeutender Wirtschaftzweig entstand 1920 mit der Ausgabe eigener Briefmarken. Zeitweise versorgten 40 Danziger H\u00e4ndler Sammler in ganz Europa, vor allem im Deutschen Reich mit Danziger Marken, Preislisten und Katalogen. Tausende philate-listische Belege sind dabei entstanden.<\/p>\n<h1 style=\"color: #000000;\">Zur Philatelie<\/h1>\n<p>Abgeschlossenes Sammelgebiet mit 308 Freimarken, 51 Dienstmarken, 47 Portomarken, 37 Marken der polnischen Hafenpost \u00fcber 75 Ganzsachen.<\/p>\n<p><STROONG>Sammelgebiete der Danzigphilatelie (Beispiele)<\/STRONG><\/p>\n<p>\u2022 Vorphilatelie bis 1850 nach Stempelarten und Destinationen<br \/>\n\u2022 Preussenmarken mit Nr.- und Ortsstempeln des Danziger Gebietes, desgleichen NDP \u2013 Marken<br \/>\n\u2022 Ausgaben des Deutschen Reiches 1872 \u2013 1919 mit Danzig-Stempeln<br \/>\n\u2022 Vor- und Mitl\u00e4ufer der Freien Stadt (10. Jan. \u2013 19. Juli 1920)<br \/>\n\u2022 Kerngebiet (1920 \u2013 1939) mit Dienst- und Portomarken<br \/>\n\u2022 Stempelabschl\u00e4ge Danzigs und der St\u00e4dte und Gemeinden des abgetrennten Gebiets; Bahnpost-, Luftpost-, Neben-, Begleit-, Werbe- und Maschinen-stempel. Stumme Entwertungen auf Marken<br \/>\n\u2022 Firmen- und Beh\u00f6rdenlochungen<br \/>\n\u2022 Die polnische Hafenpost in Danzig mit \u00dcberkreuzverwendungen Polen \u2013 Danzig<br \/>\n\u2022 Luft- und Zeppelinpost von und nach Danzig<br \/>\n\u2022 Ganzsachen, Ansichts-, Motiv- und Propagandakarten<br \/>\n\u2022 Kriegsgefangenen-, Feld-, Lazarett- und KZ-Post<br \/>\n\u2022 Danzigbelege aus dem 2. WK \u2013 Zeitraum mit aptierten Stempeln<br \/>\n\u2022 Dokumente, Urkunden, allgemeine Belege, Formulare<\/p>\n<p><STRONG>Information und Beratung<\/STRONG><\/p>\n<p>\u2022 Abstempelungen: Willy Deininger (Telefon 06081\u201341359)<br \/>\n\u2022 Aufdrucke:<br \/>\n\u2022 Feldpost, I u. II WK, Zensur: Klaus B\u00f6hm (Telefon 04636\u20138276)<br \/>\n\u2022 Ganzsachen:<br \/>\n\u2022 Polnische Hafenpost: Hans Vogels (Telefon Nach Anfrage)<br \/>\n\u2022 Luft- u. Zeppelinpost:<br \/>\n\u2022 Vorphilatelie: Ton Hulkenberg (Telefon 0031\u201333-2983261)<br \/>\n\u2022 Nachlassverwaltung:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freie Stadt Danzig 1920 &#8211; 1939 Zur Geschichte 997: Erste urkundliche Erw\u00e4hnung als &#8220;Gyddanyze&#8221;. um 1224: Die Siedlung erh\u00e4lt nach l\u00fcbischem Recht die Stadtrechte. 1308: Der Deutsche Ritterorden besetzt Danzig f\u00fcr \u00fcber 140 Jahre. 1361: Danzig wird Mitglied in der Hanse und geh\u00f6rt mit knapp 10 000 EW zu den bedeutendsten Wirtschaftszentren Nordeuropas. 1454: Mit &hellip; <a href=\"https:\/\/www.danzig.org\/en\/about\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">About<\/span> <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.danzig.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/141"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.danzig.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.danzig.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danzig.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danzig.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.danzig.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/141\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.danzig.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}