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>> Bericht über die WIPA 1965

natürlich noch ein Zehnerblock auf Brief. Die Aufmachung der Sammlung war bildschön, saubere Beschriftung, alles übersichtlich angebracht. Gezeigt wurden 5 Rahmen. Die Sammlung wurde mit einer Silbermedaille bedacht und Ich halte diese Beurteilung für gerecht. Herr Braus dürfte zufrieden sein. stellte das Exponat doch lediglich einen ganz kleinen Teil des Sammelgebietes Danzig dar, Ich möchte Herrn Braus empfehlen, diese Spezialisierung -uch auf die anderen Danziger Ausgaben auszudehnen.

Unter  Katalog Nr, 477 zeigte Herr Langley Denis Walter, Grossbritannien, in 4 Rahmen "Danzig" a) Luftpostsammlung 1920 - 1939 incl., Zeppelinbriefe, b) Postgeschichtl. Sammlung von der vorphil, Zeit bis zum Vertrag von Versailles 1919/1920. Diese Sammlung kannte ich noch nicht. Die gesamte Aufmachung war weniger schön, zeigte aber doch einzelne Dinge, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Ausser einem Brief vom Krimkrieg mit Übergangsstempel Danzig zeigte er einen wunderschönen Preussenbrief mit einem Dreierstreifen und einem Paar der Mi.Nr. 6, eine Preussen-Ganzsache der 5 Sgr, Oktogon. Bei seinen Lokalposten befand sich ein Brief, wobei eine Marke senkrecht und die andere diagonal halbiert waren, meines Erachtens eine hübsche Spielerei, Sein bester Brief dürfte wohl der vom englischen Feldpostamt H 2 der alliierten Verwaltung in Danzig sein. Dieser zeigte einen mir bisher unbekannten Nebenstempel, und zwar in Ellipsenform mit der Inschrift: British H.4. xbic x Danzig, Zeppelinbriefe waren 3 vorhanden, 1. Amerikafahrt 1929, Fahrt nach den Niederlanden u, 7. Südamerikafahrt 1932. Auch 2 Karten mit dem Stempel Danzig-Luftpost "Südstrecke waren da, interessant für mich, dass die eine mal eine andere Anschrift - Dr. Hahn in Lemberg- trug. Alle mir bisher bekannten Belege mit diesem Stempel sind an den Herrn Gryzewski gerichtet. Eine grössere Anzahl Blätter waren gespickt voll von Marken des D.R um 1900 mit den verschiedensten Danzigstempeln, Tier wurde ein Beispiel vorexerziert, wie man Abstempelungen nicht bringen soll, so etwas ist unmöglich, denn natürlicherweise sah man nur Stempelfragmente. So etwas zeigt man auf einer internationalen Ausstellung nicht, es drückt das Niveau der ganzen Sammlung nach unten, zeigt wenig phil. Er---ahrung usw. Ich würde Herrn Langley raten, diese Sammlung von Grund auf Änzubauen, sie zeigt doch eine Anzahl ach so wunderschöner Stücke, Sollte Herr Langley in Wien gewesen sein, dann dürfte er es beim Vergleich mit den anderen Danzig-Sammlungen selbst festgestellt haben. Die Sammlung erhielt eine Silber-Bronze Medaille, dies bestimmt erfreulich für Herrn Langley.

Das weitere mir unbekannte Danzig-Exponat kaM aus der Schweiz von Herrn R. Herzig-Schmidheiny. Er brachte auf 8 Rahmen "Danzig", Spezialsammlung-Briefmarken, Abstempelungen, Probedrucke, Ganzsachen usw, über diese Sammlung habe ich mich gefreut. Es ist eine im Aufbau begriffene Sammlung, was aber Aufmachung, Anordnung, Beschriftung, phil. Aufbau usw. anbelangt, dies hervorragend. Herr Herzig scheint einen guten Berater zur Seite zu haben. Ich möchte Herrn Herzig sagen, machen Sie auf diesem Wege weiter, es wird aus dieser Sammlung noch etwas. Sie zeigte viele Abarten und Probedrucke, vor allem der Koggeausgabe, hier u.a. die Mittelstücke in Viererblocks, andersfarbige Mittelstücke, Kogge kopfst. und geschnitten usw. Was ich noch nie gesehen und mir daher unbekannt war, das waren 2 Randviereblocks des 40 Pf. Koggewertes durchstochen. Dabei waren einmal der Rahmen rot, Mitte weiss und Schiff schwarz und bei dem anderen der Rahmen orange, Mitte weiss und Schiff lila. Die Sammlung fiel weiter auf durch die Vielzahl der Kleinbogen einzelner Werte, grosser Innendienst selbstverständlich vertreten, Kehrdrucke, Paketkarten usw. Ich hatte die Freude, Herrn Herzig in Wien kennenzulernen und er wird vermutlich Mitglied unserer AG werden. Von der Jury mit einer Silber/BronZe bedacht, erachte ich dies gegenüber der vorher beschriebenen Sammlung als etwas zu wenig, eshestand zwischen beiden Sammlungen doch ein Unterschied, was anders gehordigt hätte werden müssen, Herrn Herzig möchte ich trösten damit, dass er zum ersten Male ausstellte, jeder hat mal klein angefangen, auf diesem Wege aber weiter marschiert, auf der nächsten Internationalen sprechen wir uns wieder,

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Arge Danzig, Rundschreiben 45, 15.8.1965, Seite 433.


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Added: 28/01/2016
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