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Aus alten Zeitungen und Zeitschriften RS. 271

Ferner möchten wir dem philatelistisch wohl nicht ganz bewanderten Verfasser der erwähnten Zuschrift darin widersprechen, dass ein solcher Koggentyp gar nichts Neues für Briefmarken sei. Die von ihm erwähnten Marken der früheren deutschen Kolonien zeigen nämlich keineswegs, wie angedeutet, im Bild eine Kogge, sondern ein modernes deutsches Kriegsschiff. Auch das Ausland hat auf seinen Briefmarken kein derartiges Schiff als Sinnbild kühner Seefahrt aufzuweisen, es sei denn, daß man die Kolumbus-Karavellen auf den bekannten Marken der Vereinigten Staaten oder das moderne Segelschiff auf den ersten Marken von Britisch Guinea dieser Klasse zuzählen wollte, was aber nicht richtig wäre, da man unter „Kogge“ oder „Kocke“ eben nur die mit Geschützen bestückten Kriegsschiffe der Hansa verstand, die, wie der „Adler von Lübeck“, als Dreimaster getakelt waren und im Durchschnitt etwa 2.000 Tonnen groß waren. Die stolze hochbordige Kogge mit ihren turmartigen mehrstöckigen Aufbauten auf Bug und Heck, die mit geblähten Raa- und lateinischen Segeln die Wogen des baltischen Meeres durchfurcht, möge Bahnbrecher werden einer glücklichen und friedlichen Zukunft Danzigs. Möge sie auch nie in Verlegenheit kommen, von einer Windstille überrascht zu werden, um etwa gezwungen zu sein, sich dann langsam durch „Rudern“ fortzubewegen, sondern mit frischer Brise unter voller Ausnutzung ihrer Segelkraft den hohen Kulturzielen entgegensteuern, die Danzig, wie wir alle hoffen, in naher Zukunft auch für sich wird beanspruchen können.


Aus meiner Ganzsachen-Sammlung
Dirk Boettcher, Tel. 0175-2287242, kadiboe@googlemail.com

Die seltene P 63-Serie (ohne "in" in der 3. Zeile) in ihren drei Abbildungen
Es werden berühmte Danziger Bürger dargestellt.
Alle drei Karten sind rückseitig beschriftet.

GA P 63-01 vom 17.8.39 per Luftpost nach Sinsheim

Tarifperiode ab 16.5.1935: Karte - 10 Pf. + LP-Gebühr - 10 Pf. = 20 Pf.
Der Beleg ist tarifgerecht frankiert. Zusatzfrankatur: MiNr. 298
Daniel Nikolaus Chodowiecki (* 16. Oktober 1726 in Danzig, † am 7. Februar 1801 in Berlin)
war der populärste deutsche Kupferstecher, Grafiker und Illustrator des 18. Jahrhunderts.

Rundschreiben 271, 2021, Seite 3654


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Added: 06/05/2021
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