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Aufdruck- und Stempelfragen
B“ wie Beutelstück
Dr. Bernd Marczinke, Tel. 0173-6665034, bernd.marczinke@t-online.de
Im Rundschreiben Nr. 270 auf Seite 3630 stellte Martin Jenrich eine sehr schône Paketkarte mit
dem markanten Sicherungsstempel von Zoppot vor. Die Karte war für ein eingeschriebenes
Paket von 1.5 kg Gewicht ausgestellt worden. Die Paketgebühr in der Fernzone über 75 km
betrug 4 Mark, die Einschreibegebühr 1 Mark; das erklärt die Gesamtgebühr von 5 Mark.
Links oben trägt die Karte einen kleinen Aufkleber mit einem groRen blauen ,B“. Ahnliche
Aufkleber, handschriftiche Vermerke oder auch Stempel wie ,B“ im Kreis finden sich
gelegentlich auch auf anderen Paketkarten und zeigen an, dass es sich hierbei um ein
Beutelstück handelt. Beutelstücke (früher auch Faustpakete genannt) waren Pakete, die wegen
ihres geringen Umfangs oder Gewichts nicht lose, sondern in Beuteln versandt wurden. Auch
Wertpakete, welche im Verhältnis zu ihrer GréRe einen hohen Wert hatten, mussten bei einem
Gewicht von bis zu 2 kg als Beutelstücke verschickt werden. Versiegelte Wertbeutelstücke
wurden den Wertbriefen entsprechend nachgewiesen und nachgewogen.
Wertpaketkarte vom 28.6.22 aus Danzig-Langfuhr nach Berlin
für ein Paket von 360 g im Wert von 4000 M.
Portoperiode vom 1.1. bis 30.6.1922:
Pakete bis 5 kg in der Fernzone 9 M + 2 M R-Gebühr + 8 M Versicherung (2 M/1000 M) = 19 M
Rückseitig blauvioletter Stempel ,B“ im Kreis.
Die Gewichtsvermerke im linken unteren Feld der Paketkarte zeigen, dass das Paket
nachgewogen wurde.

Rundschreiben 272, Seite 3708


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Added: 11/08/2023
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