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Gallery » Rundschreiben 60 - 15. Mai, 1969 » Die Schrägdrucke und die Innendienstmarken

Die Schrägdrucke und die Innendienstmarken

1. Die Gründe für die Ausgabe der Schrägdrucke

Durch die Einrichtung der selbständigen Oberpostdirektion der Freien Stadt Danzig am 16.6.1920 sah sich diese genötigt, eigene Briefmarken herauszugeben. Da man im Briefmarkendruck keinerlei Erfahrungen hatte, lag es nahe, sich dieserhalb an die Reichsdruckerei in Berlin zu wenden. So entstand die erste Ausgabe mit dem Aufdruck Danzig in gotischer Schrift. Da der Verbrauch der Marken in den vorhergehenden Monaten genau bekannt war, wurden diese Verbrauchsziffern der Auflagenhöhe zugrundegelegt. Sobald jedoch die neuen Marken am 14.6.1920 zur Ausgabe gelangt waren, stellte es sich heraus, daß wider Erwarten große Mengen von Sammlern und Händlern gekauft wurden. Die Folge war, daß der für einen längeren Zeitraum gedachte Markenbestand schleunigst wieder ergänzt werden mußte. Die Danziger Postverwaltung wandte sich nun an die Druckerei Julius Sauer in Danzig und veranlaßte dort den Druck der sogenannten Sternprovisorien, die jedoch weder bei der Verwaltung noch beim Publikum Anklang fanden und die Behörde veranlaßten, die weiterhin noch vorhandenen Bestände an Germania-Marken mit dem recht gefällig wirkenden schrägen Aufdruck Danzig und Rasterbalken bedrucken zu lassen.

2. Die Urmarken 

a) Einfarbiger Plattendruck
P: 2, 2½, 3, 5, 7½, 10, 15, 20 Pf
Die 2 Pf wurde auch mit der Einbogentiegeldruckpresse gedruckt. Das Papier der Marken ist gelbstichig oder weiß.
1 Schalterbogen = 10xX 10 Marken.
Randdruck III D 1 .
Waagerechte Kammzähnung 14 : 14¼. Zähnungsmaschine I (nur Unterrand durchgezähnt), 5 Pf auch mit Zähnungsmaschine II (Unterrand und linker Rand des Schalterbogens 2 und 4 bzw. rechter Rand des Schalterbogens 1 und 3 durchgezähnt).
Oberrand : 22 mm breit mit Reihenwertzahlen und Zähnungspunktur über Fald 6.
Linker Rand: 14 mm breit, gestrichelte Leiste (Strichstärke 0,25mm), neben Feld 11, 21/31, 31, 31/41, 51, 51/61 oder 61 bei Form 1, 3, 5 und 7 liegende HAN (davor H in Antiqua) und Formnummer neben Feld 11, 21, 31, 31/41, 41, 41/51, 61 oder 71. Zähnungspunktur neben Feld 41. Bei der 2 Pf kommen auch die stehenden Formnummern 2 oder 4 und bei der 5 Pf die Formnummern 8 oder 11 auf dem linken Rand vor. Bei der 5 Pf kommt neben Feld 81 das Druckerzeichen R und bei der 7½ Pf das Druckerzeichen R neben Feld 61 oder Bx neben Feld 81 vor.
Unterrand und rechter Rand wurden vor dem Aufdruck abgerissen, da die deutschen Hunderterbogen nicht ganz in die Danziger Druckmaschine hineinpaßten.

Hausauftragsnummern (HAN)
Mi.Nr.                   HAN
21a                       2676.19 (dunkelgrün)
21                          3344.19
21b                       3512.19 (hellgrün)
21a,    b               4395.19
22                         1805.19 (grauviolett)
22                         2533.19
22                         2674.19 (mattgrauviolett)
22                         3368.2 (schwarzviolett)

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Arge Danzig, Rundschreiben 60, Seite 1.


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Added: 14/01/2016
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