Danziger-Nachlese 11. August 1921

Eine auffällige Abart des 15-Pfennig-Wertes grün der kursierenden Freistadtausgabe mit Wappen, legte uns Herr Generalvertreter H. Stephan, Danzig, vor. Infolge sehr stark verschmierten Druckes ist eine dem Buchstaben S in „Stadt“ ein großer grüner Farbenklecks entstanden. Unten ist das Wort Danzig vollständig verschmiert und es sind davon nur noch die Buchstaben „Da“ zu lesen. In den beiden Wertzifferkreisen unten sind ferner die Zahlen 15 derart grün verkleckst, dass vom rechten Kreis nur noch ein kleiner weißer Bogen sichtbar ist, der auf dem vollen grünen Untergrund steht! – Es ist bedauerlich, dass beidem Druck gerade der neuen Danziger Marken zum Teil (so wenig technische Sorgfalt beobachtet wurde und auch die Farbmischungen oft schlecht ausfallen. Man sollte die derart makulierten Markenbogen lieber erst gar nicht in den Verkehr bringen, sondern wie Druckausschuss vernichten. Ferner beklagt sich der entwerfende Künstler bei uns darüber sehr, dass beim Druck der neuen hochwertigen Marken leider wenig schöne Farben an Stelle der vorgeschla-genen hellroten und tiefgrünen Töne verwendet wurden.

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Danzig