Danzig Nachlese 9. September 1920

Von der ersten Ausgabe ist nach Vorlage des Herrn Albert Wolf als Abart noch nachzutragen der Wert zu 15 Pfennig violettbraun. Bei dem uns vorgelegten sechserblock ist die Zähnung start verschoben und geht oben bei jeder einzelnen Marke durch das Markenbild selbst, keinen weißen Rand mehr freilassend..
Von Abarten der neuen Provisorien sind neu zu Melden. Der 1-Mark- und 2-Mark-Wert wurden mit ganz schwachen fast farblosen Unterdruck an wenigen Stellen der Marke beobachtet, während sonst der Untergrund ganz weiß blieb. Bei der 25-Pfennig-Marke der dritten Ausgabe ist der Schreibschrift-Überdruck und der Strich unten als ganz verschoben auftretend feststellbar. Ferner lag uns ein Exemplar dieser Marke vor, bei dem die letzten beiden Buchstaben des Wortes „Danzig“ fehlen. Von dem 2-Pfennig-Wert wurde sogar eine Marke entdeckt, die nur noch den Buchstaben „D“ von Danzig aufweist.
Hochinteressant sind einige zusammenhängende Provisorien 10 auf 20 Pfennig blau auf denen der Aufdruck total schief steht. Auf einem dieser beiden Stücke ist neben der 10 noch deutlich eine zweite 0 zum Abdruck gelangt. – Der 10-Mark-Wert weißt in einigen Stücken infolge Faltung des Papiers eine ganz sonderbare Faltung des unteren Blockierungsstriches auf. Es befinden sich auf de Marke, durch Zwischenraum von einander getrennt, zwei kleinere schwarze dicke Blockstriche, von denen der eine links beträchtlich höher als der andere steht. Verschobene Blockstriche, die das Wort „Deutsches Reich“ freilassen, wurden ferner häufiger bei der 80-Pfennig- und der 5-Pfennig-Marke beobachtet. Bei letzterer ist mitunter die Blockierungslinie auf die untere Zähnung gerutscht, diese schwarz färbend. Die Herren Draskowski, Becker, Hohmann, Eichholz und Zill hatten die Liebens-würdigkeit, uns einige der oben erwähnten Stücke vorzulegen.
Das 3-Pfennig-Provisorium existiert im Neu- und Altrollendruck in verschiedener Grundfärbung hellbraun und dunkelbraun. – Durchschlagender Druck des Wortes „Danzig“, sowie des Balkens war ferner noch bei der 7 ½ Pfennig-Marke zu beobachten. Sehr bemerkenswert ist ferner ein Fehl-druck des 3-Mark Provisoriums bei dem die Kurve der 3 unten eine bizarre Verschnörkelung eine Art „Ausbuchtung“ nach unten zeigt. – Die 40-Pfennig-Marke ist zum Teil mit mattfarbigem roten Aufdruck, der durch Abnutzung des Klischees sehr breit ausgedruckt erscheint, verausgabt worden.

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