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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 202 - 1. Quartal 2004 » Die Westerplatte im September 1939

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Es gab z.B. auch technisch gar keine Möglich­keit. Belege der Linie Marienburg/Kalthof-Tiegenhof auf die Linie Danzig-Marienburg umzuladen, weil beide Linien keinen gemeinsamen Berüh­rungspunkt hatten.

Man kann also aus diesen Umständen erkennen, dass mehr Fragen als (vermutete) Antworten im Raume stehen.

Es ist daher dringend notwendig, dass mehr Be­lege gemeldet (und vorgelegt) werden, um hier ein Stück weiter zu kommen.

Qualität oder Seltenheit ?

Was, lieber Leser, hatten Sic lieber Eine quali­tativ hochwertige Marke oder eine seltenere Erhal­tung?

Ich möchte diese Frage an Hand einer Vorlage unseres Sammlerfreundes Gerhard Onasch stellen. Sehen Sic sich hierzu die Abbildung 7 auf Seite 1346 an. Es handelt sich um ein stark verziähntes Exemplar der MiNr. 56, das sicher nicht so häufig ist. Herr Onasch meinte, dass dieses Doppelstück doch wohl einen besonderen Preis rechtfertige. Dem hielt ich entgegen, dass gerade die gut zentrierten Stücke besonders gesucht seien. Diese Mei­nung entspricht ja auch dem Michel, der auf der Titelinnenseite des Spezials die „verzahnte" Marke (Abb. 21) als niedrigste Qualitätsstufe darstellt. Was also, wenn Qualität und Seltenheit entgegenstehen, noch dazu, wenn gerade die Seltenheit Qua­lität die Seltenheit begründet?

Man könnte sich die Antwort einfach machen und den Ausspruch zitieren, dass jeder auf seine Weise selig werden sollte. Aber ich denke, dass Liebhaber von Besonderheiten liir dieses Stück schon ein wenig mehr zu zahlen bereit sind. Wir beide wären auf Ihre Meinung gespannt.

Die Westerplatte im September 1939
(Gerhard Onasch)

Beim Treffen in Essen am 15.11.2003 haben wir viel über die Ereignisse in der I. September-Woche 1939 auf der Westerplatte gesprochen. Im Laufe der Jahre habe ich einige Belege jener dramatischen Tage erhalten. Bekannt sind Ansichtskarten der feu­ernden Schleswig-Holstein.

Die Abbildung auf der nächsten Seite stammt von dem Künstler Claus Bergen aus München. Haus der Deutschen Kunst. Es ist eine sehr dekora­tive Darstellung. Als weiteren Beleg stelle ich eine polnische Bild-Ganzsache vom 1.9.1971 vor (siehe Abbildung 6 auf Seite 1346). Diese lässt ahnen, welche Bedeutung der Kampf um die Westerplatte für Polen hat. Der Sonderstempel zeigt Major Henryk Sucharski, den Kommandanten der polnischen Besatzung auf der Westerplatte, die diese sieben Tage lang verteidigt hat.

Es war mein Bestreben, mich genau über den Kampf um die Westerplatte zu informieren. Des­halb habe ich mir vor einigen Jahren das Buch „Westerplatte 1939*' von Berti! Stjernfeld ange­schafft. Das in schwedischer Sprache erschienene Buch wurde von Klaus-Richard Böhme ins Deut­sche übersetzt. Diese deutsche Ausgabe ist vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt als Nr. 23/1979 beim Verlag Rombach in Freiburg heraus­gekommen.

Zur Information über die Gesamtereignisse 1939 dient mir das Buch „Die Errichtung der Hegemonie auf dem europäischen Kontinent" von Klaus A. Maier, Horst Rohde, Bernd Stegemann und Hans Umbreit. Es wurde ebenfalls vom Militärgeschicht­lichen Forschungsamt im Jahre 1979 herausgege­ben.

Es ist bei der Deutschen Verlagsanstalt Stuttgart erschienen.

 

Arge Danzig, Rundschreiben 202, 1. Quartal 2004, Seite 1345.


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Added: 19/07/2007
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