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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 198 - 1. Quartal 2003 » Von Baggo und die „Wilhelm Gustloff"

Neue Stempeldaten (Band 1)

Da es bis zu einer 2. Ergänzung sicher noch einige Zeit dauert, sollen hier einige neue Daten für die Stempel des Katalog-Bandes 1 genannt werden:

>  Seite
>  Katalog-Nr.
>  Datum
>  Bemerkungen

Vom Stempel DANZIG *5h (Katalog-Nrn. 56.0, 56.A und 56.B) gibt es Abdrucke, deren „Lückenbilder" nicht zueinander passen. Um hier Sicherheit über die fortschreitende Abnutzung zu erhalten, bitte ich um Kopien mit Stempeldaten ab November 1937.

Von Baggo und die „Wilhelm Gustloff"
[Gerald Braunberger]

Der bekannte Danziger Briefmarkenhändler Eduard von Baggo gehörte zu den Opfern des Untergangs der „Wilhelm Gustloff". Von Baggo hatte sich mit seinen Sammlungen Ende 1945 auf dem Flüchtlingsschiff in Gotenhafen einquartiert, um in den vermeintlich sicheren Westen zu entkommen. Die „Wilhelm Gustloff" war, wie Günter Grass mit seiner Erzählung „Im Krebsgang" kürzlich einer breiteren Öffentlichkeit wieder in Erinnerung gerufen hat, wenige Stunden nach ihrem Auslaufen in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 1945 von einem sowjetischen U-Boot mit Torpedos beschossen worden und gesunken.

Von den 10582 Passagieren ertranken 9343 in den eiskalten Fluten der Ostsee, während sich der Kapitän des Schiffes rechtzeitig in Sicherheit brachte. Die Information über von Baggos Tod verdanke ich einem Urenkel des Briefmarkenhändlers, Mr. James von Baggo, der in Australien lebt. James von Baggo hat freundlicherweise noch ein paar Angaben über die Familie mitgeteilt. Demnach hatte der aus dem Baltikum stammende Eduard von Baggo fünf Kinder mit Namen Paul, Ned, Nils, James und Elizabeth. Ned von Baggo wurde auch Briefmarkenhändler und war während des Zweiten Weltkrieges in Luxemburg ansässig. Der vierte Sohn James - der Großvater meines gleichnamigen Korrespondenten aus Australien -starb als Soldat am 30. Januar 1945 an der Ostfront - am gleichen Tag, an dem sich Eduard von Baggo mit seinen Sammlungen auf der „Wilhelm Gustloff" einschiffte.

Der philatelistische Wettbewerb

Oder: Lohnt die Teilnahme an Ausstellungen ?
[Gerhard Onasch]

Lohnt eine Teilnahme ? Das wollte ich wissen. Im Laufe der Jahre habe ich an verschiedenen interessanten Werbeausstellungen teilgenommen. Das Publikum und sogar einige Philatelisten, auch einzelne Briefmarkensammler, schenkten den gezeigten Exponaten Beachtung. Besonders auf dem Ostpreußentreffen, dem Landtag in Düsseldorf und dem Artushof in Danzig gab es ein lebhaftes Echo.

Für den Wettbewerb habe ich mir zuerst den Weg überlegt und dann Literatur beschafft. Im wesentlichen vom BDPh, den Herren Dr. Joachim Maas und Hans-Walter Bosserhoff. Von meiner persönlichen Einstellung her gab ich der thematischen Sammlung den Vorzug.

Da heute Reisen beliebt sind, entschied ich mich für "Danzig - philatelistische Reisebilder". Hier besitze ich auch einige Danziger Reiseliteratur.

Ein Sammlungsaufbau ist für mich nicht ganz einfach. Die Texte muss ich alle von Hand schreiben. Dafür ist die große Schrift auch gut lesbar. Nach schweißtreibender Arbeit habe ich also 60 Blatt = 5 Rahmen zusammengebracht. Mehr will sowieso keiner sehen. Stolz war ich auf einige schöne Stücke. Zu diesen gehört auch das gezeigte Bildtelegramm (das zweite suche ich noch).

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Arge Danzig, Rundschreiben 198, 10.12.2002, Seite 1291.


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Added: 04/12/2015
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