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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 144 - September, 1989 » Die Festung "Danziger Haupt"

ARGE DANZIG
Arbeitsgemeinschaft im Bund Deutscher Philatelisten e. V.

Karl Kniep               Goerdelerstraße 15                    D 6200 Wiesbaden                   24.8.1989

Die Festung "Danziger Haupt" 1656 und 1659

Bevor König Gustav II.Adolf von Schweden 1632 in der Schlacht bei Lützen den Tod fand, war er mit seinen Truppen einige Male in der Danziger Gegend. - Seine Tochter Christine wurde Königin, verzich7 tete aber 1654 zugunsten ihres Vetters Karl Gustav von Pfalz-Zwei-brücken auf die Krone.

Jedoch wurden auch Thronansprüche geltend gemacht vom polnischen König Johann II. Kasimir. Darüber kam es zum Zweiten Schwedisch-Polnischen Krieg, auch Butterkrieg genannt, der nach dem plötzlichen Ableben Karl Gustavs durch den Frieden von Oliva am 3. Mai 1660 beendet wurde.

Während des Butterkrieges wurden die Schweden aus der engeren Umgebung der Stadt Danzig vertrieben, aber sie konnten - nach einem kurzen Aufenthalt in Stüblau - am Danziger Haupt (= Höft) eine Be-festigung einrichten mit Nebenschanzen in Schmerblock und Fürsten-werder. - Nach der Erstürmung der Nebenschanzen verloren die Schweden auch Ade Festung Danziger Höft am 20. Dezember 1659.

Das "Danziger Haupt" liegt an der Abzweigung der Elbinger Weichsel aus dem Hauptstrom. Die Entfernung zur Ostseeküste beträgt etwa 10 Kilometer. Etwa bei Letzkauer Weide beginnend (vgl. Seite 2) wurde 1890 der Weichseldurchstich begonnen. Diese künstliche Weichselmündung führt etwa längs der eingezeichneten Straße nach Nickelswaide.

Seite 2: Reproduktion einer älteren Karte, noch ohne "Durchstich". Darunter: Verkleinerte Abbildung eines Kupferstichs (1656) aus dem "Pufendorf" von 1697. Originalgröße des Blattes etwa 45x38 Zentimeter, äußere Rahmenabmessung der Abbildung selbst 31x25 Zentimeter. Die Himmelsrichtung Norden zeigt hier nach rechts, die Elbinger Weichsel fließt also "nach unten rechts". Rechts oben auf der Karte das nur wenige Wochen bestandene Lager Stüblau.

Seite 3: Übersetzung der Erklärungen auf dem Stich. Die Zahlenangabe "milliarib." ist mit 10.000 übersetzt worden.

Seite 4: Kupferstich 1659, Quelle und Maße wie der andere Stich. Hier "fließen die beiden Weichsein nach links". Die Elbinger Weich-sel ist nicht mehr so übertrieben dargestellt. - Darunter: Übersetzung der Erklärungen auf dem Stich.

Die Längenmaße sind wie folgt angegeben:
Stich von 1656 .................................. 50 ped. Rhinl. bzw. 80 pert. Rhinl.
dto., Lager Stüblau .......................... 60 pert. Rhinl.
Stich von 1659 ............................... 100 virg. Rinland

Möge dieser interessante Ausschnitt aus der Danziger Geschichte den Lesern gefallen!

 

Arge Danzig, Rundschreiben 144, Die Festung "Danziger Haupt" 1656 und 1659, Seite 1.


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Added: 21/10/2015
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