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Gallery » Rundschreiben 45 - 15. August, 1965 » Bericht über die WIPA 1965

>> Bericht über die WIPA 1965

Als viertes Danzig-Objekt sah man dann in 10 Rahmen wohl unsere zur Zeit beste SamTqlung, die von Herrn Bernard A.Hennig, USA, " Spezialsammlung 1622-1938 mit postgeschichtlichen Belegen, Essays Probedrucken und vielen nicht katalogisierten Abarten". Diese Sampaung, auf der Melusina nur mit einer Silbermedaille bedacht, sie erhielt nun von der Jury die ihr zustehende verdiente Anerkennung, eine Gold/Silbermedaille, dies mit vollem Recht und meine herzlichsten Glückwünsche, Herr Hennig. Diese Samlung, die ich bereits nach der Melusina in unserem Rundschreiben Nr. 39 vom Mai 1963 eingehend beschrieben habe, sie brachte doch viele Neuerwerbungen, Herr Hennig begann wieder mit der Botenordnung von 1622 und brachte dann 3 vorphil. Briefe von 1650, 1721 und 1759, wovon die beiden letzten in letzter Zeit erworben sein dürften. Während er auf der Melusina nur einen Brief Grande-Armee Nr. 59 in rot vom 1. Juni 1807 brachte, jetzt kam noch hinzu Grande Armee Nr. 46 in schwarz v. Mai 1807, Grande Armee Nr. 9 in schwarz v. 20.6.1807, dann Nr. 50 Grande Armee in rot vom 30. Okt. 1812 und vor allem einen zweizeiligen Stempel Nr. 12 Port paye/Grande Armee v. 31.Aug. 1812. Wo bekommen Sie nur diese Briefe eher, Herr Hennig, verraten Sie uns die Quelle. Hennig geht dann über zu den ersten Danzigstempeln wie Langstempel, Fingerhutstempel usw., zeigt den schwarzen, ach so seltenen, Cholorastempel, Briefe vom Krimkrieg mit und ohne Frankatur, Abstempelungen auf Preussenmarken und sehr schön den Fingerhut- Einkreisstempel von Stutthof, den ich nun ausser in meiner Sammlung, zum zweiten Male sah. (Ich besitze diesen Stempel einmal auf Brief und einmal als Briefstück, Schüler) Hinweisen möchte ich auch auf den Huteisenstempel N3 auf senkrechtem Rgnddreierstreifen der 10 Sgr. auf Brief. Man sah Mi Nr. 151 5 Mk mit kopfs hendem Rahmen, 5 trk mit kopfstehendem Aufdruck Danzig (nur 2 Stück bekannt geworden) und viele, viele weitere seltene Abarten und Probedrucke. Von der 60 Pf grosser Innendienst war da ein ungebr. Viererblock, 7 Stuck der 1 Nk mit verschiedenen Stempeln und dann der Clou, die Rekonstruktion und Plattierung eines Bogens der 2 Mk grosser Innendienst. Es fehlt lediglich noch Feld 12 Uhd es ist geschafft, hierzu meinen besonderen Glückwunsch, das sieht man nicht alle Tage. Selbstverständlich fehlte nicht der Grosse Innendienst auf Brief, das Postkartenprovisorium, viele Proben in Kleinbogenform, Luftpost 2 1/2 Gulden Viererblock geschnitten, Schwarzdrucke, Entwürfe, 6 Mk mit Wz Waben gleich 5 Stück - vor kurzem brachte so ein Stück auf einer hiesigen .Gution 2 800.-- DM.- Man könnte Seiten über diese Sammlung schreiben, alles in allen hervorragend, so, wie man sich eine Danzig-Sammlung im Endzustand erträumt.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass sich in der Feldpostsammlung des Herrn Dr. Hopf auch einige Briefe befanden, die sehr gut in eine Danzig-Sammlung gepasst hätten. So ein Brief aus Danzig vom 6. Aug. 1808 und Stempel Nr. 59 Grande Armee in schwarz, dann ein äusserst seltener Stempel No. 76 Deb. Grande Armee vom 9. Aug. 1807, der vermutlich aus Danzig kam, weiter Nr. 8 Grande Armee vom 17. Juni 1812 aus Marienwerder und No 5 Grande Armee vom 29. Aug. 1809 aus Dirschau.

Zum Schluss möchte ich feststellen, dass die Jury auf dieser Ausstellung die sog. modernen Sammlungenrichtig einschätzte gegenüber den klassischen Sammlungen. War es doch so, dass auf der Melusina eine moderne Sammlung, sei sie noch so hervorragend gewesen, über eine Silbermedaille nicht hinaus kam, so werden auf der WIPA doch einige dieser Sammlungen mit Gold/Silber bedacht. List dies richtig. Stehe ich doch auf den Standpunkt, dass manche moderne Sammlung weitaus mehr Forschungsarbeit in sich bingt, als manche ererbte oder gekaufte klassische Sammlung.

Arge Danzig, Rundschreiben 45, 15.8.1965, Seite 434.


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Added: 28/01/2016
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