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Gallery » Arge Danzig Rundschreiben Nr. 261 » Die Wahl zum 5. Danziger Volkstag 1933

Historisches, Sachbeiträge und Berichte

Die Wahl zum 5. Danziger Volkstag 1933
[Martin Jenrich, Tel. 030-9914166, martin.jenrich@web.de]

Das Volkstagsgebäude in Danzig.

Der Volkstag war vom 6. Dezember 1920 bis zum 1. September 1939 das Parlament der Freien Stadt Danzig. Er bestand zunächst (1. bis 3. Volkstag) aus 120, später (4. bis 6. Volkstag) aus 72 Abgeordneten, die auf vier Jahre gewählt wurden.
In der Wahl zum 4. Volkstag am 16. November 1930 hatte sich weder eine Mehrheit für die linken noch eine für die bürgerlichen Parteien ergeben.

Deutsch-Nationale, Zentrum und Liberale bildeten den neuen Senat Ziehm, der von der NSDAP, die 12 Volkstagsmandate von 72 errang, toleriert wurde. Im Herbst 1931 diskutierte die NSDAP einen Sturz des Senats Ziehm, doch Hitler entschied sich dagegen. Mit seiner Ernennung zum Reichskanzler im Januar 1933 sah die NSDAP aber ihre Zeit gekommen. Sie entzog dem Senat Ziehm das Vertrauen und bot an, in einen gemeinsamen Senat mit den bürgerlichen Parteien einzutreten. Bedingung war, dass Hermann Rauschning Senatspräsident werde und die NSDAP den Innensenator stellen würde. Die bürgerlichen Parteien lehnten dies ab, und der Senat – also die Regierung – trat geschlossen zurück.
Die Neuwahl zum Volkstag wurde auf den 28. Mai 1933 festgelegt.

Buchholz

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Arge Danzig, Rundschreiben 261, 4. Quartal 2018, Seite 3245.


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Added: 26/11/2018
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