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Gallery » Das danziger postwertzeichen nr. 20 » Markenkunde - Briefpreise

M a r k e n k u n d e !
Das Danziger Postwertzeichen Nr. 20.
Heft Nr. 20, 1. Oktober 1940, Abteilung 1, Seite 263.

Betrifft Briefpreise :

Es muß deshalb nach meiner Ansicht eine Basis gefunden werden, die in der Bewertung wenigstens einigermaßen den sonst üblichen Preisen hinsichtlich Auflagenhöhe u.s.w. Rechnung trägt. Wenn z.B. Marken, die etwa zur gleichen Zeit erschienen sind, in Auflagen von einigen Tausend Stück viele Hundert Michelmark werten, dann können bei einigermaßen gerechter Bewertung Briefe oder Karten, die nur in 1 - 3 Stükken bekannt sind, nicht mit einigen Hundert bewertet werden, denn wenn wir Sammler und Forscher unsere eigenen Sammelgebiete nicht höher einschätzen, was soll man dann von den an die sen Gebieten nicht interessierten Sammlern verlangen und er warten?

Die Arbeitsgemeinschaft für Württ. Inflationsganzstücke hat nun diesen Umständen Rechnung tragend, neue Wege in der Bewertungsfrage beschritten u. deshalb auch einen, auf anderen, neuen Gedankengängen fußenden Bewertungsschlüssel geschaffen. Da ich annehmen kann, daß Herr Emmel die in Frage kommenden Herren des Infla.Vereins über das Wesentliche der Preisbildung in
Kenntnis setzte, will ich Ihnendie neue Tabelle mitteilen.

Voraussetzen möchte ich, daß sogar Mitarbeiter wünschten, daß für Stücke, die nur 1 - 3 mal vorhanden snd, Mindestpreise von 3000 Michelmark festgesetzt werdensollten. Die nun festgesetzten Preise, sollen jedoch Mindestpreise sein. Berücksichtigt man, daß es sich bei der Tabelle um Michelpreise handelt, also 200 - 300 Mk. etwa 100 Mk. bar, so sind die Preise im Verhältnis zum Seltenheitsgrad u. im Vergleich zu anderen Sammelgebieten immer noch als sehr billig zu bezeichnen. Denn es kann nicht sein, daß z.B. Stücke,die in einer Zahl von 20 – 30 bekannt sind,um 100 Mk.  bar verkauft werden sollen. Was andere Sammler tun, ist mir ja einerlei, auf keinen Fall würde ich ein solches Stück zu einem so niedrigen Preise abgeben, denn diese so hoch interessanten undkulturgeschichtlich wertvollen Stücke gibt man nicht um ein paar Mark ab, zudem man ja heute für die Hunderttausend und noch mehr vorhandenen Marken noch höhere Preise zahlen muß. Wären nach Bekanntwerden der Seltenheitsgrade auch Preiserhöhungen eingetreten, dann wäre der
Sammlerkreis bestimmt ein viel größerer, denn die Annahme, daß diejenigen Marken am liebsten gesammelt werden, die am billigsten sind, ist längst durch täglich auftretende Vorfälle widerligt.
Auch mache ich täglich die Wahrnehmung, daß von den heute etwa 800 mir bekannten Sammlern, keiner sich mit Inflation u.s.w. befassen will, indemja in diesem Gebiet keine Zukunft liege.
Ändern sich die preise, dann wird auch bald hier eine andere Ansicht Platz greifen.

Und nun die Preistabelle : >>

Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft der Sammler Danziger Postwertzeichen im in- und Auslande (A.S.D.P.).
Heft Nr. 20 - 1. Oktober 1940, Seite 414.


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Added: 25/01/2012
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