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Aus alten Zeitungen und Zeitschriften
[Vorgelegt von Ronald van Waardhuizen, Tel. 00323-2251616, ronny@danzig.org]

Briefmarken-Rundschau
Beilage Nr. 16 der "Danziger Zeitung" vom 30. September 1920


Danziger Flugpost.

Die von uns bereits angekündigten Flugpostmarken (MiNr. 50-52) sind nun am 29. d. M. in drei Werten an den Postschaltern zur Ausgabe gelangt. Sie wurden hergestellt durch Überdruck der neuen 40-Pfennig-Marke karmin und bestehen aus den Werten zu 40 Pfennig, 60 Pfennig und 1 Mark. Der 40-Pfennig-Wert zeigt einen blauen Aeroplan in Strichzeichnung nach rechts. Die ursprünglichen Ziffern sind zu beiden Seiten oben noch einmal durch eine blaue "40" überdruckt. Bei der 60-Pfennig-Marke fliegt der Aeroplan nach links. Oben befinden sich die Ziffern "60" zu beiden Seiten auf den alten Wertbezeichnungen. Der Überdruck ist hier grauschwarz und sehr undeutlich, fast wie ein Stempel anmutend. Die neuen Ziffern "60" sind überaus blaß gedruckt, so daß darunter die Ziffer "40" noch num Vorschein kommt. Die 1-Mark-Marke zeigt oben in blauem Überdruck die Wertbezeichnung "Mark 1 Mark", darunter ein geflügeltes Posthorn mit der Schallöffnung nach rechts.
Bei einem Bogen des 40-Pfennig-Wertes wurde bereits ein ganz interessanter Fehldruck festgestellt, indem die Ziffer und der Aeroplan doppelt zum Abdruck kamen, so daß das Bild des ganzen Aufdruckes voller und mehr schraffiert erscheint. Im Ganzen wirken die Marken wenig schön, und besonders der Aeroplan erweckt den Eindruck, als ob auf der 40-Pfennig-Marke eine wenig geübte Hand mit blauer Tinte eine flüchtig gekritzelte Zeichnung angebracht habe.


Danziger Nachlese.

Einen sehr interessanten Fehler können wir in der 5-Mark-Marke mit Flagge (MiNr. 45) verzeichnen. Bei einem uns von Herrn Goldhaber vorgelegten Stück fehlt die unten spitz auslaufende Ecke der flatternden Fahne, so daß die Flagge mehr quadratisch erscheint. Nur ein kleiner roter Punkt rechts vom Zipfel ist noch erkennbar. Es scheint sich um ein gebrochenes Klischee zu handeln.

Überaus merkwürdig und als Rarität anzusprechen ist ein uns von Herrn Theuring gezeigtes Provisorium 25 Pfennig auf 30 Pfennig (MiNr. 18) bei dem das Wort „Danzig“ unten fehlt. Nur eine kleine schwarze Spur der Buchstaben "D" und "a" ist noch bemerkbar. Die dergestalt geschaffene deutsche Marke 30-Pfennig-Marke mit grünem Stern und grünen Aufdruck 25 Pfennig bildet daher eine Kuriosität für sich. Soll man sie unter Deutschland oder Danzig katalogisieren? Vielleicht wird sie unter dem Namen "Danzig-Deutschland-Provisorium" bekannt und berühmt, was wir im Interesse ihres glücklichen Eigentümers melden wollen.

Im Anschluss an frühere Meldung ist ferner nachzutragen, daß auch bei den neuesten 15- und 20-Pfennig Provisorien (MiNr. 22 und 23) das "g" ohne auslaufenden Endstrich und mit einem am oberen Oval nach unten gebogen Häkchen angetroffen wurde.

Ferner lagen uns ähnlich der 5-Pfennig-Marke (MiNr. 21) einige Marken zu 1 1/4 Mark auf 3 Pfennig braun (MiNr. 27 bzw. 42) mit metallisch glänzendem Aufdruck vor.

Die Danziger Postkarte 15 Pfennig braun (P 2) zeigt übrigens auch eine bemerkenswerte Abweichung im Aufdruck. Das Wort "Danzig" ist unten schräg gestellt und in den drei letzten Buchstaben "zig" über den Rand der Marke nach unten auf das sämische Kartonpapier herausgerutscht.
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Arge Danzig, Rundschreiben 238, Seite 2397.


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Added: 27/12/2012
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