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>> Das Danziger Gulden-Zeitalter

Die Korrespondenz aus der Freien Stadt Danzig in der Zeit vom 1.11.1923 bis zum 1.10.1939

Ende der dreißiger Jahre erfolgt die Herabstufung einiger Ämter in der Nähe von Praust zu Postagenturen. Ihre alten Stempel werden zurückgezogen und durch neue Tagesstempel ersetzt (Abb.11).

*-  Abb. 11: Brief aus Lamenstein nach Danzig
Ab 1.2.1925 beträgt die einfache Gebühr für einen Fernbrief 15 P.

Postwertzeichen und Ganzsachen

Am 19. Januar 1924 erscheinen die endgültigen Freimarken (Staatswappen im Oval) an den Schaltern. Für diese Ausgabe wird viel Sorgfalt verwendet, und daher entstehen wenig Plattenfehler. Von diesen Marken erscheinen bis 1939 immer wieder neue Werte, um die sich ändernden  Gebühren abdecken zu können. 1938 erscheint noch ein neuer Freimarkensatz mit 9 Werten (MiNr. 289 – 297), gedruckt in Berlin bei der Reichdruckerei, jetzt aber mit dem Wasserzeichen Hakenkreuze (Wz. 5). Auch die letzten Luftpostmarken haben dieses Wasserzeichen (MiNr. 298 – 301).

Vom Staatswappen im Oval erscheinen 1932 erste Automatenmarken mit Rollenzähnung. Die FSD ist damit neben den Niederlanden das einzige Land, das diese Zähnung einsetzt. Auch gibt die Landespostdirektion (LPD) jetzt Winterhilfs(WHW)-Marken heraus, ab 1934 bis 1939 jedes Jahr einen anderen Satz.

1937 organisiert die LPD die Danziger Landespostwertzeichen-Ausstellung "DAPOSTA". Man macht viel Werbung und emittiert zwei Blocks. Besucher der Ausstellung können diese beim Sonderpostamt auf dem Ausstellungsgelände kaufen. Da die Blocks durch Gerüchte als selten gepriesen werden, möchte sie jeder haben. Die Zeitungen sprechen von einem "DAPOSTA-Fieber" und "Großkampftage der Sammler". - Ende 1937 gibt die LPD anlässlich der durch die Deutsche Arbeitsfront (DAF) organisierten "Danziger Leistungsschau" erneut einen Block aus.

Am 11. November 1938 emittiert die Polnische Post in Danzig zum 20. Jahrestag der Gründung der Republik Polen einen Satz, der auf 4 Marken zwei polnische und einen Danziger Getreidehändler vor dem Danziger Krantor zeigt (MiNr. 34 – 37). Die LPD beklagt sich bei der polnischen Post über die Abbildung auf diesem Satz. Sie meint, dass damit im In- und Ausland der Gedanke entstehen könnte, Danzig sei eine polnische Stadt.

Arge Danzig, Literaturbeilage 169, Seite 7.


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Added: 28/06/2013
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