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Das Notgeld von Tiegenhof
[Martin Jenrich, Tel: 030-9914166, eMail: martin.jenrich@web.de]

Tiegenhof (poln. Nowy Dwór Gdanski) liegt am Flüsschen Tiege (poln. Tuga), das in das Frische Haff (poln. Zalew Wislany) mündet und hatte 1941 4.100 Einwohner (heute 18.000). Am 6. März 1917 gab der Magistrat der Stadt Notgeld mit Werten von 5, 10 und 50 Pfennig heraus. Diese Scheine waren nur einseitig farbig bedruckt und wurden von Hermann Stobbe (Bier - Stobbe) und Heinrich Stobbe (Machandel - Stobbe) unterschrieben. Beide hatten im 1. Weltkrieg ehrenamtlich die Verwaltung der Stadt übernommen.

Text: 10 (zehn) Pfennig zahle die Stadtkasse zu Tiegenhof gegen diese statt der Barzahlung dienende auf Sicht zahlbare Platzanweisung aus unserem Guthaben an den Überbringer.
Diese Platzanweisung verliert ihre Gültigkeit, wenn sie nicht innerhalb eines Monats nach erfolgter öffentlicher Aufforderung des Magistrats zur Einlösung bei der Stadtkasse zu Tiegenhof vorgelegt wird.

Am 1. April 1920 erschien eine doppelseitig bedruckte Ausgabe - ebenfalls mit Werten zu 5, 10 und 50 Pfennig - mit den Unterschriften des damaligen Bürgermeisters v. Schröter und des Rechnungsrat Sohl. Alle Scheine enthalten das Stadtwappen, der Schein zu 50 Pfennig zusätzlich ein Bild der evangelischen Elisabethkirche.

Text: Dieser Notgeldschein wird ungültig, wenn er nicht innerhalb zweier Wochen nach Aufforderung des Magistrats bei der städt. Kämmereikasse Tiegenhof eingelöst wird.

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Arge Danzig, Rundschreiben 251, 2. Quartal 2016, Seite 2867.


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Added: 21/06/2016
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