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Gallery » Arge Danzig Rundschreiben Nr. 260 » Die Wrona-Fälschung DANZIG * 5 f / Wie sehen Eilbotenstempel aus?

Die Wrona-Fälschung DANZIG * 5 f
[Martin Jenrich, Tel. 030-9914166, martin.jenrich@web.de]

Robert Wrona war ein in Berlin ansässiger Briefmarkenhändler, der Poststempel fälschte, u. a. den DANZIG * 5 f, den man immer wieder auf Danzig-Marken findet. Diese Wrona-Fälschung kommt mit verschiedenen - meistens passenden - Daten auf allen Danziger Marken bis 1939 vor, also nicht nur zur Inflationszeit.

Anschrift auf einem Brief von 1939: Berlin W 50, Augsburgerstr. 21. Diese Anschrift ist auch 1940 im Berliner Adressbuch nachgewiesen.

Wrona war auch Herausgeber eines Deutschland-Spezial-Kataloges 1934/5.

Woran ist nun diese Fälschung erkennbar?

Wrona-Fälschung Steghöhe 7,5 mm “5“ falsch dargestellt „f“ zu weit gekrümmt („Laterne“)
echter Stempel Steghöhe 8,5 bzw. 9,5 mm


Wie sehen Eilbotenstempel aus?
[Martin Jenrich, Tel. 030-9914166, martin.jenrich@web.de]

Für die Zustellung von Eilsendungen gab es bei der Deutschen Reichspost eine Stempelregelung. Diese Sendungen wurden nur von bestimmten Postämtern aus für mehrere Zustellbereiche durch Eilzusteller ausgetragen. Um bei eventuellen Reklamationen auch später noch den verantwortlichen Boten ermitteln zu können, führten diese ab 1901 als Nachweis kleine Nummernstempel, die sogen. Eilbotenstempel. Sie wurden vom Eilboten auf den Briefen abgeschlagen (ebenso im Ausgabebuch).
Dasselbe Verfahren wurde auch bei der Telegrammzustellung angewendet.


Arge Danzig, Rundschreiben 260, 3. Quartal 2018, Seite 3226.


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Added: 15/07/2018
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