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Danziger Inflabriefe – eine kritische Betrachtung zur Katalog-Bewertung.
[Hans Bockkom, Tel. 04523-2076646, E-Mail: macropol@arcor.de]

Wer sich im Laufe der Zeit vom Briefmarkensammler zum Philatelisten entwickelt hat, entdeckt so manches an seinem Steckenpferd, was ihn zum Forschen oder Nachforschen veranlasst. Zugegeben sei aber, dass man dann entdeckt, was vorher schon andere erforscht und entdeckt haben. Dennoch stößt man eines Tages auf Fakten, die schon eine besondere Aufmerksamkeit verdienen, und man glaubt, ein Rätsel lösen zu können.

Die portogerecht frankierten Danzig-Briefe aus der Inflationszeit sind verhältnis-mäßig selten. Betrachtet man dagegen die Notierungen im MICHEL-Briefekatalog, tun sich recht wundersame Welten auf.

*-  Mi.-Nr. 130.
Einzelfrankatur nur 31 Tage möglich ? 12 Mi €.
*-  Mi.-Nr. 147.
Einzelfrankatur nur 21 Tage möglich ? 300 Mi €.
*-  Mi.-Nr. 148.
Einzelfrankatur nur 25 Tage möglich ? 100 Mi €.

Die beiden nächsten Marken lassen uns staunen;
*-  Mi.-Nr. 149.
Einzelfrankatur nur 4 Tage möglich
200 Mi €.
*-  Mi.-Nr. 150.
Einzelfrankatur nur 15 Tage möglich
570 Mi €.

Noch erstaunlicher wird es bei den folgenden Marken;
*-  Mi.-Nr. 172.
Einzelfrankatur 3 Tage möglich
130 Mi €.
*-  Mi.-Nr. 175.
Einzelfrankatur nur 2 Tage möglich
600 Mi €.

Die Bewertung der letztgenannten Belege steht eigentlich im krassen Gegensatz zu den anfangs genannten Bewertungen.
Wie kommt es zu diesen sehr unterschiedlichen Bewertungen? Gründe mag es sicherlich viele geben; aber der Sammler staunt, und der Philatelist wundert sich.

Arge Danzig, Rundschreiben 226, Seite 2001.


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Added: 29/12/2009
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