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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 79 - 15. Februar, 1974 » Die Schrägdrucke und die Innendienstmarken

Die Schrdgdrucke und die Innendienstmarken

1. Die Grunde für die Ausgabe der Schrdgdrucke

Durch die Einrichtung der selbstdndigen Oberpostdirektion der Freien Stadt Danzig am 16.6.1920 sah sich diese genotigt, eigene Briefmarken herauszugeben. Da man im Briefmarkendruck keinerlei Erfahrungen hatte, lag es nahe, sich dieserhalb an die Reichsdruckerei in Berlin zu wenden. So entstand die erste Ausgabe mit dem Aufdruck Danzig in gotischer Schrift. Da der Verbrauch der Marken in.den vorhergehenden Monaten genau bekannt war, wurden diese Verbrauchsziffern der Auflagenhohe zugrundegelegt. Sobald jedoch die neuen Marken am 14.6.1920 zur Ausgabe gelangt waren, stellte as sich heraus, da2 wider Erwarten grosse Mengen von Sammlern und Handlern gekauft wurden. Die Folge war, dass der for einen langeren Zeitraum gedachte Markenbestand schleunigst wieder erganzt werden muRte. Die Danziger Postverwaltung wandte sich nun an die Druckerei Julius Sauer in Danzig und veranlaRte dort den Druck der sogenannten Sternprovisorien, die jedoch weder bei der Verwaltung noch beim Publikum Anklang fanden und die Behorde veranla3ten, die weiterhin noch vorhandenen Bestgnde'an Germania-Marken mit dem recht gefdllig wirkenden schrdgen Aufdruck Danzig und Rasterbalken bedrucken zu lessen.

2. Die Urmarken

a)  Einfarbiger Plattendruck
P: 2, 2 1/2, 3, 5, 7 1/2, 10, 15, 20 Pf
Die 2 Pf wurde such mit der Einbogentiegeldruckpresse gedruckt. Das Papier der Marken ist gelbstichig oder weiss. Die 2 Pf und 7 1/2 erschienen auch mit kornigem FriedensgumMi auf gldrezendem Papier.

1 Schalterbogen = 10 x 10 Marken.
Randdruck III D 1  1).

Waagerechte Kammzähnung 14 : 14 1/4. Zähnungsmaschine I (nur Unterrand durchgezähnt), 5 Pf such mit Zahnungsmaschine II (Unterrand und linker Rand des Schalterbogens 2 und 4 bzw. rechter Rand des Schalterbogens 1 und 3 durchgezähnt).
Oberrand: 22 mm breit mit Reihenwertzahlen und Zähnungspunktur über Feld 6.

Linker Rand: 14 mm breit, gestrichelte Leiste (Strichstärke 0,25 mu) neben Feld 11, 21/31, 31, 31/41, 51, 51/61 oder 61 bei Form 1, 3, 5 und 7 liegende HAN (davor H in Antique) und Formnummer neben Feld 11, 21, 31, 31/41, 41, 41/51, 61 oder 71. Zähnungspunktur" 'neben Feld 41. Bei der 2 Pf kommen auch die stehenden Formnummern 2 oder 4 und bei der 5 Pf die Formnummern 8, 11 oder 12 auf dem linken Randvor. Bei der 5 Pf kommt neben Feld 81 das Druckerzeichen R und bei der 7 1/2 Pf das Druckerzeichen R neben Feld 61 oder Bx neben Feld 81 vor.

Unterrand und rechter hand wurden vor dem Aufdruck abgerissen, da die deutschen Hunderterbogen nicht ganz in die Danziger Druckmaschine hineinpaßten.

1) vergl. Alfred Metzner "Handbuch der Bogen- und Bogenranddrucke der Briefmarken der Deutschen heichspost" Band II, Seite 57

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Arge Danzig, Rundschreiben 79, Die Schrägdrucke und die Innendienstmarken, Seite 1.


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Added: 07/01/2016
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