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Preußens Aufgaben


Was waren die Konsequenzen dieses Postvertrags, und was mußte durch die preußische Seite getan werden, damit alles funktionierte?

Die Hauptaufgabe war, einen Poststempel auf alle abgehende - und damit auch auf alle in Forbach oder in Givet angelieferte - Post abzuschlagen.

Zwei Arten Post waren möglich:
1)  Franco-Briefe, die durch den Absender zu bezahlen war,
2)  Porto-Briefe, die durch den Empfänger zu bezahlen war.
Beide Arten von Post wurden unterschiedlich behandelt.

Franco-Briefe
Um die Aufmerksamkeit der französi-schen Postbeamten auf die Tatsache zu lenken, daß Post vorausbezahlt wurde, erfolgte in den Grenzübergangs-Postämtern eine Markierung auf den Kuverts mit den Buchstaben
P.P. (Port Payé = bezahlt).

Porto-Briefe
Das Rayonsystem wurde besonders für diese Art von Post erfunden. Um den korrekten Rayon zuzuweisen, waren die oben erwähnten Stempel vom Absender-Postamt erforderlich. In den Grenzübergangs-Postämtern Aachen und Saarbrück erkannte man an diesen Abstempelungen die Rayons.

Zu diesem Zweck besas-sen beide Büros einen Satz Rayonstempel. Diese trugen die Abkür-zung C.P.R., gefolgt von den Nr. 1. bis 5. Die Buchstaben standen für ‚Correspondence Prussienne Rayon’; die Zahlen zeigen einen der fünf Rayons an. In Saarbrück blieb diese Art der Markierung im Gebrauch bis Ende 1847 und wurde immer mit schwarzer Farbe gestempelt.

Rundschreiben 214, Literaturbeilage 213, 12.12.2006, Seite 6.


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Added: 31/08/2015
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