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Gallery » Arge Danzig Rundschreiben Nr. 268 » 357 Paketkarten und Nachname-Paketkarten, Teil 1-page-001

ARGE DANZIG e. v. Literaturbeilage 357

Arbeitsgemeinschaft zur Pflege und Erforschung der Danzig-Philatelie
Ton Hulkenberg, Tel. 0031332983261, a.hulkenberg@casema.nl

Welche Paketkarten und Nachnahme-Paketkarten waren zwischen 1920 und 1939 in der freine Stadt Danzig in Gebrauch?
Teil 1 - Die Inlandkarten

Einleitung
Soweit mir bekannt, gibt es dazu keine Studie in der philatelistischen Literatur. Diese Lücke möchte ich mit diesem Artikel schließen.

Die Paketkarte wurde am 1. Januar 1875 eingeführt und damals "Postpacketadresse"genannt. Erst am 1. Juli 1914 wurde der Name "Paketkarte" festgelegt.
Zwei Kartenttypen kamen damals in Umlauf: Die Inlandkarte C 20 und die Auslandkarte A 20. Um Genaueres zu diesen Postformulare sagen zu können, muss das Druckdatum betrachtet werden. Es steht fast immer rechts unten der Formularnummer. Leider haben nicht alle Karten ein solches Druckdatum; darum muss dann das Stempeldatum in Betracht gezogen werden. Der deutsche Text auf allen Karten ist immer in Frakturschrift. Auf den internationalen Karten A 20 steht zusätzlich auch eine französische Übersetzung - immer in Normalschrift. Neben den Inland- und Auslandkarten gibt es auch nachnahmepaketkarten mit Formularnummern C 20a und A 20a.
Als der Vertrag von versailles am 10. januar 1920 in Kraft trat, änderten sich viele Grenzen in Europa. So entstand an diesem Tag der neue kleinstaat "Freie Stadt Danzig"(FSD), der zu dieser Zeit natürlich noch keine eigenen Briefmarken, Ganzsachen oder z. B. Paketkarten hatte. Wie die reichsdeutschen Postwertzeichen wurden auch die bisherigen Paketkarten weiteverwendet.
Welche Typen der Paketkarten findet man im neu entstandenen Staat? Es sind auffallend viele. Man kann sich denken, dass vor allem auf den kleineren Ämtern auf dem Land, wo es kein großes Postaufkommen gab, noch viele alte Karten auf lager waren. Erst 1924 erschienen durich die Landespostdirektion (LPD) Danzig ausgegebene Paketkarten; aber die alten reichsdeutschen karten blieben überall bis 1939 in Gebrauch.

Einteilung der reichsdeutschen Paketkarte C 20 für das Inland
Die Karte für das Inland ist eine einfach gestaltete karte und fast immer auf gelborangeartigem karton gedruckt. Diese beschreibung gilt für die meisten dieser Karten. Die Abmessung beträgt ca. 11,4 x 10,6 cm.
Oben auf der vorderseite der karte steht das Wort Paketkarte, darunter links das Wort Anbei, wo man das Paket auf drei Punktlinein beschreiben kann.(Mit der Verfügung Nr. 43 (1928) wurde die verpflichtung, das Äußere des paketes zu beschreiben, aufgehoben.) Unter einem dicken Strich beginnt der erste Adrssteil für den namen/die Firma etc., bestehend aus 4 Punktlinien; die erste beginnt mit  An. beschreibung des pakets und erster adressteil werden rechts mit einer senkrechten Linie für die frankatur abgetrennt.
Unter der letzten Punktlinie des ersten Adressteils befinden sich links ein abgetrennter Teil mit drei Punktlinien, in den das Postgewicht in kg einzutragen ist und rechts der zweite Adressteil für Ort und hausanschrift mit zwei Punktlinien, erstere mit zusätzlichem dicken Strich. Unten rechts stehen meist Formularnummer und Druckdatum (Abb.1).


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Added: 25/11/2020
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