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>> Anfrage von Friedhelm Beck aus Windhuk/Namibia.
[E-Mail; beckciv@iafrica.com.na]

>> Der Brief trägt rückseitig das INFLA-Prüfzeichen, ist also portogerecht und korrekt frankiert. In Danzig war demnach die Verwendung von Ganzsachen-Ausschnitten erlaubt.
Meine Frage lautet; Für welchen Zeitraum galt das?
Lt. Postverordnung vom 13.9.1922 war der Gebrauch von GA-Ausschnitten im Deutschen Reich bis zum 30.12.1924 erlaubt, wobei ich nicht weiß, ab wann.

Herr Jenrich riet mir, diesen Beleg noch einmal unter der Lupe genauer anzusehen, weil er eine Manipulation beim Abstempeln des GA-Abschnitts vermutete, besonders, was die ‚2’ im Tagesdatum und den rechten Übergang des Stempels auf den Brief betrifft.
Ich habe das also getan und Folgendes bemerkt;
Durch die Dicke des GA-Ausschnitts ist der Stempel etwas verkantet. Dadurch sind so-wohl die ‚1’ als auch die ‚2’ des Tagesdatums teilweise doppelt. Der Stempel ist auf jeden Fall erst abgeschlagen worden, nachdem der GA-Ausschnitt aufgeklebt wurde. Er rutschte – bedingt durch die Dicke des GA-Ausschnitts – etwas nach rechts.
Es scheint aber, daß an der Stelle, an der der GA-Ausschnitt aufgeklebt ist, vorher eine andere Marke klebte. Entfernte Blaustiftspuren lassen vermuten, daß diese Marke ungültig war und eingerahmt wurde.
So ergeben sich mehrere Fragen:
-  Wenn der Brief später manipuliert wurde, wie kommt dann der Stempel mit gleicher Stundenangabe auf den Brief?
-  Hat da jemand einen ‚guten Draht’ zum
Postbeamten gehabt?
-  Wurde ein altes Kuvert wiederverwendet?
Den kleinen unleserlichen Kastenstempel in Höhe der Anschrift kann ich mir nicht erklä-ren. Die 2. Zeile könnte 'P No 1' sein, darunter die Buchstaben 'PORT'.
Wer kann mir helfen?

Auf der Suche nach 'Prausterkrug'.
[Harald Strohbusch, Tel. 04662-1347]

Im RS 214 endete mein Recherchebericht zum Forsthaus 'Prausterkrug' mit dem Wunsch, diesen ausfindig zu machen, sollte ich noch einmal nach Danzig fahren. Eine Gelegenheit bot sich mir beim Treffen der ARGE Danzig auf Einladung der Danziger Philatelisten, das vom 27.7. bis 1.8.2007 stattfand.
Am Sonntag, dem 29.7.2007, machten wir uns mit 6 Personen in zwei Autos von unserem Hotel in Praust auf den Weg. Ohne den für uns dolmetschenden Jan Szuminski und das Ehepaar Vierling, das alles Wesentliche fotografierte, wäre diese Exkursion wohl nicht so gut gelungen.
Zum Forsthaus 'Prausterkrug' gehören drei Gebäude, die ein Gehöft bilden. Die Straße macht vor dem Forsthaus einen rechtwinkligen Knick und führt weiter in den Wald hinein. Vor dem Forsthaus führt aber ein gerader Feldweg weiter, an dem wir in ca. 300 m auf der rechten Seite 4 Häuser mit zwei größeren Stallungen erblickten. Die 4 Häuser waren ursprünglich Baracken aus dem 2. Weltkrieg, die später zu Wohnungen ausgebaut wurden und heute bewohnt sind. Die beiden Stallgebäude sind erst nach dem Krieg entstanden. Die Leute, die Jan Szuminski befragte, erinnerten sich, daß ihre Eltern und Großeltern mit ihnen darüber sprachen, daß hier während des Krieges Frauen gewohnt hätten.
Vor den ehemaligen Baracken, neben dem Feldweg, sahen wir ein ca. 150 m breites und ca. 200 m langes grünes Gelände, das nach hinten etwas abfiel und an einem großen schönen See endete. Wir gingen hinunter zum See. Dabei entdeckte ich in einem Graben einige große Betonstücke, die eventuell einmal als Stützen oder Fundamente gedient haben könnten.
Vor dem See führte ein schmaler Pfad nach links in den Wald. Nicht weit entfernt fanden wir einen zugewachsenen alten Friedhof, so, wie die befragten Leute uns das auch beschrieben hatten. Wir konnten einige Grabstellen ausmachen. Die Gräber waren mit Betonteilen eingefasst und ca. 2 m x 2 m breit, eigentlich zu breit für nur einen Menschen.

Arge Danzig, Rundschreiben 217, Seite 1716.


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Added: 16/07/2008
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