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>> Danzig Reiseführer - Dr. F. Schwarz

Danzig - Staat und Stadt:

>> D. Rundgang durch die Altstadt.

>> VIII. Beschreibung der wichtigsten Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten:

A. Tore, Türme;
Auf der Westfront lief die Mauer vom Jakobstor (1482) über das Heilige Leichnamstor der Pfefferstadt der heutigen Straße Stadtgaben entland, um am Holzmarkt den Anschluß an die Stadtmauer der Rechtstadt zu finden, so daß um 1500 die gesamte innere Stadt von einem Mauerkranz umschlossen war.

Die stolze Umwehrung diente jedoch kaum ein Menschenalter ihren Zwecken. Die schnelle Entwicklung des Geschützwesens und der Kriegstechnik forderte eine Sicherung durch Erdwälle und Bastions. Schon 1534 begann man mit der Umwallung der Westfront, zunächst auf der Vorstadt, dann 1547 auf der Altstadtseite. Der mittlere Teil folgte in den Jahren 1550 - 75. Die Süd- und Ostfront nach der Niederung zu weniger gefährdet, wurde erst, im ersten Drittel des 17. Jh. mit weit hinausgerückten Wällen umgeben, die von Leegetor (1620), Steinschleuse, der Sicherung des Mottlaueinflusses (1623) und dem Langgarter Tor (erbaut von Stadtbaumeister Hans Strackowski (1628) unterbrochen wurden.

Späterhin wurden auch noch die der Stadt vorgelagerten Höhenzüge des Bischofs- und Hagelberges mit Bastions versehen und an den Ring der älteren Wälle angeschlossen (1655).

Der Stadtplan läßt auch heute noch die Linie der Festungswerke erkennen, wie sie am Ende der Entwicklung die Gesamtheit der genannten Stadtteile umschloß. Sie sind seit 1896 zuerst an der West- und Nordfront, später auch an der Ostfront geschleift und nur noch an der Südfront zum Teil erhalten.

B. Kirchen;

St. Marienkirch; (4). Die Baugeschichte der Marienkirche zieht sich über zwei Jahrhunderte hin. An Stelle des 1240 gestifteten ersten kleinen Baues einer Marienkirche, entsteht im 14. Jahrhundert (angeblicher Baubeginn 1343) eine basilikale größere Kirche, die nach den neuesten Forschungen Professor Kloeppel von vornherein mit Querschiff und Chorhaus im Ausmaß des heutigen Grundrisses geplant war, nur daß sie zunächst rein basilikal gehalten wurde. Nach Vollendung des basilikalen Langhauses am Ende des 15. Jahrhunderts beginnt der Weiterbau des Querschiffes und des Chors 1426 in Hallenform.

Danzig, Führer durch Stadt und Umgebung von Dr. F. Schwarz, Seite 24.


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Added: 12/11/2010
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