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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 187- April, Juni, July 2000 » Michel Nr. 206: Silhouette von Danzig

>> Antwort zur Anfrage betreffend unbekannter (Danziger ?) Nebenstempel

Noch ein Wort zum Porto: Ein Auslandsbrief von 34 g kostete am Stempeltag 1,80 Mark. Die Versicherungsgebühr für Wertangaben betrug für je angefangene 1000,-- Mark 1,50 Mark, mindestens jedoch 3,00 Mark. Selbst wenn für Wertbriefe zusätzlich die Einschreibgebühr (1,00 Mark) erhoben wurde, wofür ich in den Postamtsblättern keinen Hinweis fand, ergibt sich ein Gesamtporto von nur 1,80 + 3,00 + 1,00 = 5,80 Mark; es wären also 0,25 Mark zuviel verklebt. Kann ein ArGe-Mitglied das verklebte Porto von 6,05 Mark erklären ?

Michel Nr. 206: Silhouette von Danzig

Einige Mitglieder haben mit den letzten Rundbriefen den vergriffenen, deshalb von unserem Literaturwart, Herrn Henn, in mühevoller Kleinarbeit neu geschriebenen und zusammengestellten Marken-Katalog des früheren ArGe-Vorsitzenden und Danzig-Prüfers Gerhard Schüler erhalten. Er soll als Grundlage dienen, aufgrund von Meldungen eine Neuauflage herauszugeben.

Zwar hat Herr Henn einige spätere Veröffentlichungen und Erkenntnisse eingearbeitet, im Grunde handelt es sich aber um den unveränderten Nachdruck der Schülerschen Ausführungen.

Aus diesem Grunde kann es nicht ausbleiben, dass einige Angaben nicht mehr dem heutigen Kenntnisstand entsprechen; das wird aber in Kauf genommen. Wo es im Interesse der Allgemeinheit sinnvoll ist, können aber jetzt schon Richtigstellungen erfolgen.

Eine betrifft die Benennung der Silhouette von Danzig auf der Michel-Nr. 206. Hierüber ist in älteren Rundschreiben bereits diskutiert worden. Dass nun in der Wiederveröffentlichung des (alten) Schüler-Katalog die falsche „Skyline" -Erklärung übernommen wurde, ließ unser Mitglied Georg Cassau nicht ruhen. Er schrieb dazu:

„Als alter Danziger kann ich mir nicht vorwerfen lassen, dass ich meine Heimatstadt nicht kenne. Herrn Kniep habe ich das damals schon erklärt. Aber nun nochmals meine Klarstellung:

1. Die Bezeichnung Birgittenkirche ist falsch, es muss St Brigittenkirche heißen. Dieses Gebäude war ursprünglich die Kapelle des St. Brigittenklosters und steht direkt an der St. Katharinenkirche an der Professorengasse. Sie ist kleiner und von der Nordwest-Seite gar nicht zu sehen. Die Kirche wurde erst 1971 enttrümmert und 1974 wieder aufgebaut.

2. Die Blickrichtung für die Zeichnung ist nicht, wie Karl Kniep schrieb, vom Bischoffsberg, sondern vom Hagelsberg; außerdem entsprechen die Höhen nicht der Realität.

Also die Reihenfolge von links:

1 St. Katharinen, 2 St. Johannis, 3 der nördliche Turm des Zeughauses an der Gr. Wollwebergasse (der südliche Turm und der Stockturm stehen bei dieser Blickrichtung vor der als 4 zu sehenden Marienkirche, also verdeckt), 5 das Rathaus, 5a Turm der Hauptpost, 6 Turm der Landwirtschaftlichen Bank (an der Reitbahn), 7 die Synagoge, 8 St. Peter und Paul (genannt Petrikirche).

Durch mehrere Stadtansichten und Ansichtskarten sowie Abbildungen von entsprechenden Gebäuden kann man dies belegen."

Soweit Herr Cassau. Danke für diese Ausführungen. Zum leichteren Verständnis ist diese Silhouette hier abgebildet:

 

Arge Danzig, Rundschreiben 187, März 2000, Seite 1153.


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Added: 20/11/2015
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