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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 75 - 15. Februar, 1973 » Danziger Nachportomarken der Inflationszeit

Danziger Nachportomarken der Inflationszeit

Vor Einführung von Portomarken wurde die vom Empfänger nachträglich einzuziehende Gebühr für ungenügend freigemachte Postsendungen sowie für etwaige Verzollungs- und Paketlagergebühren in Blaustift auf der Anschriftseite vermerkt. Durch Verfügung des Senats vom 1.10.1921 wurden Portomarken eingeführt, welche außerdem aufgeklebt und mit dem gewöhnlichen Tagesstempel entwertet werden sollten. In der Zeit der Hochinflation wurden auch Freimarken als Portomarken verwandt, gelegentlich auch zusammen mit Portomarken, bekanntsind die Mi.Nr. 74, 94, 102, 107, 126, 127, 141, 145, 146, 148, 149, 151-155, 157, 161, 165-167, 169-174, 176, 182-184, 186, 187.

Der Entwurf der Portomarken stammt von Max Buchholz, Danzig, welcher drei Handzeichnungen anfertigte, von denen die Postverwaltung eine zur Ausführung beätimmte, welche das Danziger Wappen, darunter die Wertziffer und seitlich die Inschrift: Vom Empfänger / einzuziehen zeigt. Diese drei Handzeichnungen befanden sich noch 1943 im Besitz eines Hamburger Sammlers, jetzt in der Sammlung Hennig,(Chicago). Die. Zeichnung und der Druck (Buchdruck) erfolgte durch die Firma Julius Sauer, Danzig. Probedrucke der 10 und 20 Pfg. gezähnt in oliv-- grüner Farbe befanden sich im Frühjahr 1923 in der Sammlung der Post-verwaltung (je ein Bogen). Die Patrize, welche zur Herstellung der Nr. 1-29 gedient hat, Muß ein Viererblock gewesen sein, da die Marken des Bogens vier verschiedene Typen zeigen.

1 Druckbogen = 2 x 2  = 4 Schalterbögen
1 Schalterbogen = 1 0x 5  = 50 Marken

Oberrand mit Reihenwertzahlen,
Unterrand mit Strichleiste, bei dem oberen Schalterbogen durchgezähnt, bei dem unteren nicht.

Seitenränder nicht durchgezähnt
Wasserzeichen: liegende Waben

Die Farbe der 1. Auflage ist schwarzviolett, die ab Februar 1922 hauptsächlich für Sammlerzwecke hergestellten Auflagen rötlichviolett.

Waagerechte Kammzähnung 14

Die Nachgebühr betrug das doppelte  des fehlenden Betrages.

ab 1.10.1921 - 2.11.1923

Michel-Nr.             Wert               Auflage
1                              10 (Pf.)            996 250
2                              20 "                  797 600
3                              40 "                  745 550
4                              60 "                  702 150
5                              75 "                  594 000
6                              80 "                  678 950
7                           120 "                   609 800
8                           200 "                   598 750 (zusammen mit Nr. 16)
9                           240 "                   609 650
10                         300 "                   598 700 (zusammen mit Nr. 17)
11                         400 "                   614 500 (zusammen mit Nr. 18)
12                         500 "                1586 200 (zusammen mit Nr. 19)

Erscheinungsdaten
Nr. 1-4, 6, 7, 9, 11, 12    am 1.10.1921
Nr. 5, 8, 10                        am 10. 6.1922

 

Arge Danzig, Rundschreiben 75, Seite 144.


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Added: 10/01/2016
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