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Gallery » Rundschreiben 68 - 15. Mai, 1971 » Die Danziger Aufdruckproviserien der Inflationszeit

Die Danziger Aufdruckproviserien der Inflationszeit 

Durch Gesetz vom 23.8.1923 wurden wertbeständige Porto-Tarife eingeführt und die Postverwaltung ermächtigt, die Umrechnung derselben in Papiermark auf Grund der vom Danziger Statistischen Amt wöchentlich festgestellten Lebenshaltungs-Index-Ziffern vorzunehmen. Da infolgedessen die Tarife in Papiermark (auf welche die Postwertzeichen noch lauteten) bei dem rapide fortschreitenden Währungsverfall von Woche zu Woche wuchsen, griff man zu dem Aushilfsmittel periodisch (meist wöchentlich) steigender Wertüberdrucke, die aber durch die tatsächliche Geldentwertung teil-weise noch überholt wurden. Für diese Aufdruck-Provisorien wurden zunächst früher verausgabte, sehr bald aber auch solche Urmarken verwendet, die ohne Aufdruck niemals zur Ausgabegelangten; näm-lich erstens eine Urmarke zu 10 000 Mark im kleinen liegenden Löwenmuster, die zuerst in orange, dann in lilarot, zuletzt in violettblau gedruckt wurde uneweitens eine solche zu 1 000 000 Mark im langen Querformat in orange. Die Aufdrucke wurden in der Danziger Postdruckerei mit Schnellpressen hergestellt, Überdruck in der Danziger Postdruckerei.

1.9. - 2.11.1923 Mi.Nr. 158 - 160
Ausgabe anlässlich der Erhöhung des Portos für einen einfachen Brief am 1.9.1923, Urmarke Mi.Nr. 142 mit schwarzem Aufdruck, rechter oder linker und unterer Rand vor dem Aufdruck meist abgerissen, Uherdruck mager bis fett, z.T. auf demselben Bogen.

Mi.Nr.         Wert                                                    Auflage
158            40  Tausend auf 200 Mark    346 000 St.
159          100         "           "       "       "        428 000 St.
160          250         "           "       "       "        200 000 St.

Plattenfehler
Bei der Nr. 158 gibt es Bogen, bei denen ein Klischeestreifän gebrochen und nach links herausgerutscht ist, so daß Teile hiervon halb links und halb rechts auf der Marke sitzen. Bei demselben Wert gibt es das "Taus" abgebrochen und nach unten verschoben.

Die im folgenden beschriebenen Plattenfehler der Mi.Nr. 158 der Felder, 7, 8, über 10, 11, 17-19, 21, 23-26, 28, 31, 35, 36, 42, 43, 45, 47, 48, 50, 55, 65, 75 und 94 finden sich nicht auf allen Bogen.

Mi.Nr.   Feld               Kennzeichen
158        1                 Fuss des (Tau)s(end) unten abgeplattet T(ausend) links oben gebrochen
"             2                 weisser Fleck hinter linkem (Mar)k
"             5                 (Tau)s(end) links ausgebrochen
"             6                 (Tause)n(d) oben offen
"             7                 beschädigtes T(ausend)
"             8                 oberer Balken oben eingekerbt
"             9                 stumpfes (Tau)s(end)
"       über 10          (Millio)n(en) im Reihenzähler beschädigt
"        11, 21            T(ausend) links im Bogen und unten beschädigt
"        12, 14, 16, 22, 36  -  kurzer Strich zwischen dem (Stad)t und dem  Bindestrich hinter Stadt
"    15 ,23, 34, 42, 43, 48, 51, 52, 81 -  schräger Strich vorn (Stad)t zum Bindestrich
"            17               (4)0 rechts beschädigt und schräger Strich am (Stad)t

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Arge Danzig, Rundschreiben 68, Die Danziger Aufdruckproviserien der Inflationszeit, Seite 77.


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Added: 22/01/2016
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