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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 236 - 3. quartal 2012 » Erneute Suche nach Standorten der deutschen Post

Erneute Suche nach Standorten der deutschen Post.
Martin Jenrich, Tel 0049 30 9914 166 E-Mail: martin.jenrich@web.de

Im Juni 2011 trieb es mich wieder ins ehemalige Gebiet der Freien Stadt Danzig (FSD), um in kleinen Orten nachzuforschen, in welchem Gebäude sich die deutsche Post früher befand. Diesmal begleitete mich meine Ehefrau Regina als Fahrerin über die gesamten 1.500 km. Wir wohnten in der Pension „Unter dem Kastanienbaum“ (poln. „Pod Kasztanem“) von Halina und Harry Lau in Schönbaum (poln. Drewnica), E-mail: harry.lau@wp.pl In den kleinen Landgemeinden wurden die Postagenturen in Wohnhäusern untergebracht. Das Problem besteht also darin, ältere Einwohner zu finden, die dazu noch eine Auskunft geben können. Ein bisschen Polnisch muss man sich dazu aber aneignen, weil man sonst nichts erreicht. Oft werde ich dann an Deutschstämmige verwiesen, denen ich mein Anliegen vorbringen kann.

In diesem Haus in Brunau (poln. Bronowo) befand sich die Postagentur. Es steht am Ende des Dorfes, wenn man von Schönbaum kommt. Vor ein paar Jahren wurde mir von einem Deutschstämmigen des Dorfes der Hinweis gegeben.

Brunau liegt abseits der großen Straßen mitten im Land und hat heute keine Post mehr.

Von Tiegenhof (poln. Nowy Dwor Gdanski) kommend, erblickt man in Neuteich (poln. Nowy Staw) kurz vor dem Marktplatz mit seiner großen Kirche links ein rotes Backsteingebäude – das frühere deutsche und nun polnische Postamt (Fotos links und oben). Hier erfolgten in der Inflationszeit die vielen Abstempelungen auf losen Danzig-Marken, die heute wegen dieses Missbrauchs nicht geprüft werden.

Am Ortseingang steht rechts an der Straße ein sich noch in gutem Zustand befindliches Vorlaubenhaus.

Das nächste Ziel war Groß Lichtenau (poln. Lichnowy). Wir parkten in der Mitte des Dorfes an der Kreuzung nach Schöneberg (poln. Ostaszewo). Dort trafen wir den Deutschstämmigen Fritz Neumann auf einer Parkbank sitzend, Jahrgang 1931, Witwer und kinderlos, mit sehr kleiner Rente in ärmlichen Verhältnissen lebend. Meine Frage, ob er uns zeigen könne, in welchem Gebäude früher die deutsche Post gewesen sei, bejahte er und zeigte uns ein Haus an der nahen Kreuzung.
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Arge Danzig, Rundschreiben 236, Seite 2333.


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Added: 12/07/2012
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