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Gallery » Rundschreiben 243 - 2. Quartal 2014 » Brief aus Güttland



Der Ziegeleibesitzer Brennecke aus Güttland


[Martin Jenrich, Tel. 030-9914166, e-Mail: martin.jenrich@web.de]

Einer unserer ARGE-Mitglieder sandte mir eine Kopie des folgenden Briefes.

*-  Brief aus Güttland nach Forst bei Deidesheim vom 5.9.30

In Güttland gab es einst einen Ziegeleibesitzer namens Joachim Brennecke. Ihm haben wir Danzig-Sammler es zu „verdanken“, dass man heute kaum lose Marken mit einem Stempel dieses Ortes zur Prüfung schicken kann, denn Brennecke ist der spiritus rector der Massenabstempelungen mit dem Stempel ‚GÜTTLAND FSD’. Die Stempel – nicht fett oder verschmiert - sitzen meist zentrisch auf den Marken, so, wie der Sammler es liebt. Doch das Postaufkommen des kleinen Ortes war nicht groß, trotz der Ziegelei.


Ab 1923 betrieb Joachim Brennecke in Danzig, Lastadie 4 (nahe der Oberpostdirektion), ein Briefmarken-Geschäft. Es ist anzunehmen, dass er dort auch die Marken aus den Massenabstempelungen vertrieb. Auf dem obigen Brief gibt er als Absender Güttland/Danzig an (links, senkrecht).
Güttland (poln. Kozliny) ist ein kleines Dorf (1941: 720 Einw.; 2006: 800 Einw.) in der Danziger Niederung, 8 km entfernt von Hohenstein (poln. Pszczólki). Es hatte eine Postagentur (ab 1936: Poststelle) mit Telegraphenamt , eine evangelische Kirche, 3 Gasthöfe, eine Sparkasse und einen Kolonialwarenladen. Neben der Ziegelei gab es eine Schmiede, eine Schuhmacherei und eine Tischlerei. Eine Bahnstation existierte nicht; man musste nach Hohenstein, wenn man mit der Bahn nach Danzig fahren wollte. Die Post kam mit dem Postauto.

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Arge Danzig, Rundschreiben 243, Seite 2569.


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Added: 03/06/2014
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