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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 162 - Januar, Februar, März, 1994 » Der Briefmarkenkrieg zwischen Polen und der Freien Stadt Danzig 1938-1939

>> Der Briefmarkenkrieg zwischen Polen und der Freien Stadt Danzig 1938-1939

5 gr. :  BolesZaw Chrobry-Zusammenkunft in Gnieino im Jahre 1000
10 gr.:  Kazimierz Wielki-Zusammenkunft in Kraköw im Jahre 1364
15 gr.:  Wadyslaw Jagiello-Grunwald 1410
20 gr.:  Kazimierz Jagienoficzyk -Im Hintergrund die Landkarte aus der Jagiellonen-Zeit 1447-1492
25 gr.:  Zygmunt August-Union von Lublin 1569
30 gr.:  Stefan Batory - Wielki Luki
45 gr.:  Chodkiewicz und Zolkiewski-Stehend hinter dem Vasa-Wappen
50 gr.:  Jan III Sobieski bei Wien
55 gr.:  3. Mai -Verfassung
75 gr.:  Kociuszko, Poniatowski und Debrowski
1 zl. :  1831 -Heldentat der polnischen Soldaten
2 zl. :  1863 -Romuald Traugutt
3 zl. :  Feldmarschall Jözef Pilsudski - Im Hintergrund ein Sinnbild aus den Jahren 1914-1920

Für diesen Wettbewerb wurden insgesamt 121 Entwürfe von 52 Künstlern eingeliefert. In diesem Wettbewerb wurden u. a. die drei von Waclaw Boratynski aus Poznan eingelieferten Entwürfe ausgezeichnet. Da diese Entwürfe am besten den künstlerischen und technischen Anforderungen entsprachen, hat das Ministerium wegen der einheitlichen Gestaltung der Serie, Boratynski zur Fertigung der restlichen Themen gewählt. Nur für die 2 zX. und 3 zX. -Marken wurden die Entwürfe von M. Wetorek aus Warszawa und Prof. Zygmunt Rozwadowski aus Lwów gewählt.

Am 1. Dezember 1937 wurde vom polnischen Ministerium für Post und Telegraphie ein vertraulicher Brief an das Außenministerium in Warszawa gesandt. Parallel zu den obenerwähnten Motiven sollten auch einige Briefmarken für die polnische Post in der Freien Stadt Danzig herausgegeben werden. Diese Briefmarken sollten auch die Briefmarken mit dem Aufdruck 'PORT GDANSK' ersetzen, die von der polnischen Post in Danzig verwendet wurden. Im Jahre 1938 wollte das Postministerium auch die bei den polnischen Briefmarken übliche Inschrift 'Poczta Polska' (polnische Post) ersetzen durch das Wort 'Polska'.

Dem Brief wurde auch ein Entwurf von Boratyfiski für die Briefmarken für die polnische Post in Danzig hinzugefügt. Boratyhski hatte ein neutrales Thema gewählt, weil es ehr schwierig war, eine Person oder ein Ereignis aus der Geschichte Danzigs so darzustellen, daß weder Danzig noch Polen sich dadurch gekränkt fühlte. Auf dem Entwurf wurde der Abschluß eines Getreideankaufs zwischen polnischen Adligen und einem Danziger Kaufmann vor dem sogenannten Krantor an der Mottlau im 16. Jahrhundert abgebildet. Boratyhski wollte so die Bedeutung des Danziger Hafens für den polnischen Handel nachdrücklich hervorheben. Auch Historiker erklärten daß der Entwurf historisch vertretbar war und keine Probleme verursachen würde. Man entschloß sich auch, keine Briefmarken mit der gleichen Abbildung für die Post in Polen zu verwenden, um die Beziehungen mit Danzig nicht zu stören. Für die Inschrift der Briefmarken wurden drei Vorschläge gemacht:
1. Port Gdansk XVI w. (Hafen Danzig 16. Jahrhundert)
2. Port w Gdansku (Hafen in Danzig)
3. Polski Port w Gdansku w XVI w. (Polnischer Hafen in Danzig im 16. Jahrhundert)

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Rundschreiben 162, Literaturbeilage 953, 22.12.1993, Seite 2.


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Added: 03/11/2015
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