btn toggle

Gallery

Gallery » Rundschreiben 140 - 4. Quartal, 1988 » Post in den Jahren 1772-1920 - Danzig

>> Studio über die Provinz Westpreußen, ihre Regierungsbezirke und Kreise und die Post in den Jahren 1772-1920 

>> Literaturbeilage 916

>> Die Entstehung der Provinz und die Gliederung ihrer Verwaltungsbezirke
dert hatte, die widerrechtlich besetzten Gebiete Ansbach und Bayreuth sowie Süddeutschland zu räumen. Preußen verlor den Krieg und mußte auf Grund des Tilsiter Vertrages vom 7. Juli 1807 in Verbindung mit den El binger Konventionen vom 10. November und 6. Dezember 1807 folgende Gebiete abtreten:
Danzig mit seinem (vergrößerten} Territorium. Das Gebiet wurde zur Frei en Stadt erklärt. In der Folge war die angeblich selbständige Regierung des Staates in Wirklichkeit eine Fremd- und Willkürherrschaft Frankreichs;
-  das Kulmerland einschließlich Thorn 1 allerdings ohne die Festung Graudenz, und fast den ganzen Netzedistrikt. Diese Gebiete wurden dem neugeschaffenen "Herzogtum Warschau" einverleibt. Ein schmaler Streifen im Norden des Netzebezirks und die nördlichen Teile der Kreise Deutsch Krone und Kamin wurden dem Kammerdepartement Marienwerder unterstellt. Die Kammer-Deputation in Bromberg wurde aufgehoben.

Nach den Befreiungskriegen 1812-1815 wurden auf Grund der abgeschlosse7 nen Verträge die Abtretungen rückgängig gemacht. Die Freie Stadt Danzig wurde aufgelöst und mit ihrem Territorium am 19. Februar 1814 wieder mit Preußen vereinigt. Das Herzogtum Warschau wurde aufgehoben. Die ihm einverleibten Teile wurden durch das Patent vom 15. Mai 1815 wieder in Besitz genommen.

Auf Grund der Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815 in Verbindung mit der Kabinettsorder vom 24. April 1816 wurden in der Provinz Westpreußen zwei Regierungsbezirke geschaffen: Danzig und Marienwerder. An ihrer Spitze standen Regierungspräsidenten, die ihren Sitz in Danzig und Marienwerder hatten. Ihnen übergeordnet war der Oberpräsident der Provinz. Sein Dienstsitz war Danzig.

Zum Danziger Regierungsbezirk gehörten die Stadt Danzig mit ihrem Territorium und die Landkreise Marienburg mit Stadt und Gebiet Elbing, schau und der größte Teil der Landkreise Stargard und Konitz.

Der Marienwerder Regierungsbezirk umfaßte die Kreise Marienwerder, den Restteil des Kreises Konitz, die Kreise Kamin, Thorn, Kulm und Michelaul den Kreis Deutsch Krone mit Ausnahme einiger an Pommern abgegebenen Ortschaften und den Restteil des Kreises Stargard.

Nach der Neuordnung der Kreise im Jahre 1818 entstanden im Regierungsbezirk Danzig neben dem Stadtkreis Danzig sieben Landkreise: Berent, Danzig (Sitz des Landrats 1818-1828 in Russoschin, 1828-1845 in Praust und danach in Danzig), Elbing, Karthaus, Marienburg, Neustadt und Stargard. und im Regierungsbezirk Marienwerder nachstehende dreizehn Landkreise:

>>  >>  >>

Rundschreiben 140, Literaturbeilage 916, 1988, Seite 4.


Hits: 924

Added: 04/03/2016
Copyright: 2021 Danzig.org

Danzig