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Gallery » Arge Danzig, Rundschreiben 193 - 4. Quartal 2001 » Nachweis der „HAN" 271 bei MiNr. 216 x | „Abschiedsserie" MiNr. DR 716-729

Nachweis der „HAN" 271 bei MiNr. 216 x

Unser Mitglied Ekkehard Arnold legt eine Kopie der MiNr. 216 x mit der „HAN" 271 vor. Damit ist dieses Druckdatum nun auch für diese Marke nachgewiesen.

Die Diskussion über dieses Druckdatum kann damit abgeschlossen werden.

Alle bisher gemeldeten „HAN" habe ich aufgelistet. Leider sind in den seltensten Fällen die neben-stehenden Markenfelder bekannt. Es ist aber festzustellen, dass sie sehr unterschiedlich sind, teils über zwei Felder gehend, teils neben einer Marke, teils kopfstehend auf dem Unterrand. Die stereotype Wiederholung im Michel, dass der Preis für Paare gelte, macht also nicht in allen Fällen Sinn. Deshalb sollte unbedingt, wenn verfügbar, das benachbarte Markenfeld oder die benachbarten Markenfelder genannt werden. Um die Arbeit etwas zu erleichtern, liegt dem Rundschreiben eine Liste bei, in welche die „HAN" eingetragen und der Redaktion zugesandt werden können.

Ich würde mich sehr freuen, wenn von dieser Möglichkeit rege Gebrauch gemacht würde.

„Abschiedsserie" MiNr. DR 716-729
[Anton Auffenberg]

Diese Serie, die Fragen nach dem Herausgeber und dem Druckort lassen mich nicht los.

Durch Zufall fiel mir bei Durchsicht meiner Unterlagen ein Artikel von Herrn Kniep in die Hände, den dieser in der Nr. 1 der Michel-Rundschau aus dem Jahre 1980 geschrieben hatte.

Darin verficht er die These, dass die Aufdruckklischees in Berlin gefertigt, nach Danzig zum Dru-cken der 1. Auflage geschickt und dann nach Berlin zum Druck der 2. Auflage zurückgesandt wurden. Auch er meinte damals, dass Marken mit alten „HAN" nachgedruckt wurden, um den Bedarf in Deutschland zu decken.

Ich möchte hierzu noch eine weitere Überlegung vorbringen: Unabhängig davon, ob die Werte mit Wz Hakenkreuze in Berlin (Prof. Dr. Klein) oder Danzig (Michel) gedruckt worden sind, ist festzustellen, dass die Urmarken aus beiden Druckereien stammen, denn zumindest die Guldenwerte sind ja in Berlin gedruckt worden.

Da auch nicht anzunehmen ist, dass noch Bestände bei der Reichsdruckerei in Berlin lagerten (sie wäre sicher nicht dazu befugt gewesen), waren alle zu überdruckenden Wertzeichen in Danzig vorhanden. Ob es sich nur um Marken handelte, die noch bei der LPD lagerten, oder ob zum Überdruck Marken von den Postanstalten zurückgefordert wurden, ist nicht bekannt. Teilweise sind wohl auch Marken speziell für den Aufdruck neu gedruckt worden, denn die Marken MiNr. 726 und 727 weisen (auch) das Druckdatum 939 auf, das es bei den Urmarken ohne Aufdruck nicht gibt. Auch das kann übrigens als Beweis dafür gelten, dass nachgedruckte Mar-ken auch das entsprechende neue Druckdatum bekommen haben.

Eines kann aber nicht sein: Dass für eine zweite, in Berlin gedruckte Auflage dort neue Urmarken hergestellt sein sollen. Zumindest für die 3 Werte mit dem "alten" Wz 3 war weder in Berlin noch in Danzig das entsprechende Papier vorhanden. Es kann sich hier nur um Altbestände gehandelt haben.

Ich wünschte mir zu diesem Thema noch wesentlich mehr Meinungen und Stellungnahmen.

„Eigene" Briefe

Was heißt das ? Wenn Sie bei einem Bummel durch Händlerlager einen Beleg finden, der an Sie gerichtet war oder den Sie jemandem geschickt ha-ben, gibt es sicherlich einen kleinen AdrenalinStoß.

Nun ist es uns leider nicht vergönnt, derartige Belege zu finden, sofern sie unser Sammelgebiet betreffen. Lediglich einige wenige, die zur Danzig-Zeit oder danach bis 1945 in Danzig waren, könnten (unwahrscheinliches) Glück haben. Für unsere „Arge-Ahnen" war das aber anders. Jeder Briefsammler wird zumindest einen Brief in seiner Sammlung haben, der Namen (als Adressat oder Absender) aufweist, die als „alte" Arge-Mitglieder bekannt sind. Den auf der nächsten Seite abgebildeten Brief (auf 80 % verkleinert) sandte der erste Vorsitzende der Arge Danzig, Herr Wilhelm Marx, am 23.11.42 an das Vereinsmitglied Carl. E.F. Wendorff in Hamburg, vielen sicher dem Namen nach bekannt.

Als Absender firmiert zwar die Firma „Karl" Marx, unterschrieben ist der rückseitige Text aber von Wilhelm Marx.

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Arge Danzig, Rundschreiben 193, 15.9.2001, Seite 1213.


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Added: 25/11/2015
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