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>> Der Bahnhof Danzig Lege-Thor

Neben verschiedenen Güterlagern, einem Lok- und Kohlelager sowie einer Remise für Kutschen umfasste der Bahnhof ein Empfangsgebäude mit vollem Gastronomiebetrieb, ein Postgebäude mit einem Telegraphenbüro sowie ein Lager für Postgüter. Der Bahnhof Lege-Thor (nahe dem aus dem 7. Jahrhundert stammenden Leege-Thor/Lege-Thor/Legetor in den südwestlichen Befestigungsanlagen) mit seiner Lage außerhalb des inneren Stadtgebietes bediente hauptsächlich die dortigen Geschäftsbezirke, im besonderen die der Speicherinsel.

Diese wunderbare Photographie des Bahnhofs Lege-Thor wurde im Jahre 1864 von Rudolf Theodor Kuhn mit einem Glasnegativ (feuchtes Collodion) und Albuminabzug erstellt.

Kuhn (geb. 13 August 1842 in Danzig, gest. am 20. Juli 1900 ebenda), der Sohn eines vermögenden Holzhändlers, interessierte sich schon in jungen Jahren für die Photographie. Er arbeitete zunächst bei dem Photopionier Adalbert Ballerstaedt in dessen Studio in Danzig, bis er sein eigenes Photogeschäft in Danzig eröffnete.
Die obige Aufnahme wurde dem 2. Band von Fotografia w Gdańsku mit freundlicher Genehmigung des Autors Ireneusk Witold Dunajski entnommen. Bislang wurden zwei hervorragende Bände in limitierter Auflage in zweisprachiger Form (Englisch und Polnisch) von Dunajski in Gdańsk privat herausgegeben: (I) 1839-1862 und (II) 1863-1867. Zwei weitere Bände für den Zeitraum von (III)1868-1877 und (IV) 1878-1900 sind geplant.

Abb. 343 Das alte Empfangsgebäude am Legetor.

Blick auf das Empfangsgebäude (links) und die umliegenden Bauten (rechts)
aus „Danzig und seine Bauten“.
veröffentlicht vom Westpreußischen Architekten- und Ingenieur-Verein, Berlin 1908.

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Literaturbeilage 666, 21. Februar 2017, Seite 2.


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Added: 30/12/2017
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