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Gallery » Arge Danzig Rundschreiben Nr. 259 » Aus alten Zeitungen und Zeitschriften

>> Fensterbrief vom 19.4.38 nach Tczew (Dirschau)

Nach der Abstempelung in der Poststelle Bergfrieden wurde der Brief zum Leitpostamt befördert. Dort erfolgte am 19.4.38 nachmittags mit dem Stempel DANZIG 1 c (Wolff, Band 1, 8. Aufl., S. 2-10, Nr. 026.0) die Entwertung der Marken (MiNr. 193 y + 2x 246). Noch am selben Tag kam der Brief in Tczew an und erhielt um 21 Uhr den Ankunftstempel TCZEW 1 * g *.


Aus alten Zeitungen und Zeitschriften
[vorgelegt von Ronald van Waardhuizen, eMail: ronny@danzig.org]

Briefmarken-Rundschau vom 27. Januar 1921
Beilage der Danziger Zeitung Nr. 4 (Zweiter Jahrgang)

Die ersten Original-Marken der Freien Stadt.

Es hat lange gewährt, bis die Freie Stadt Danzig endlich eigene Briefmarken erhielt, geplant ohne Ausschreibung einer öffentlichen Konkurrenz am vielverlästerten „grünen Tisch“, gewachsen und fertiggestellt auf eigenem Grund und Boden. Bisher haben wir uns in Danzig nur mit mehr oder minder schönen Provisorien, geschaffen durch Überdruck auf deutschen Germaniamarken, begnügen müssen, die uns der Postbedarf in großer Mannigfaltigkeit und in reichlicher, vielleicht etwas zu reichlicher Zahl, in vielen bunten Farben schillernd, bescherte. Seit Anfang 1920 schon war die Frage eigener Postwertzeichen für Danzig spruchreif. Im Mai desselben Jahres wurde sie brennend, aber erst am 14. Juni erschienen die ersten Überdruck- Provisorien. Bis heute sind seit dem letzten Provisorium wiederum mehrere Monate vergangen, da sich die Ausgabe der schon länger geplanten eigenen Postwertzeichen durch allerlei widrige Umstände, den Buchdruckerstreik usw., immer wieder verzögerte. Nun stehen wir jedoch unmittelbar vor der Ausgabe der ersten „Original Danziger“, und ihnen sei heute ein Wort der Begrüßung gewidmet.
Wir haben bereits in Ausgabe 3 der „Briefmarken-Rundschau“ hervorgehoben, daß die künstlerische und drucktechnische Ausführung der neuen Marken, besorgt von der Firma Julius Sauer, Danzig, wohl geeignet ist, auch verwöhnten Ansprüchen zu genügen. Wenn die aus zehn Werten bestehende Reihe, die wir heute in ihren beiden Haupttypen in der Abbildung bringen können, nun an den Schaltern zur Ausgabe gelangen, werden uns auch Nichtphilatelisten, die unsere schönen Marken zum ersten Mal zu Gesicht bekommen, darin recht geben, daß es sich endlich einmal um eine Briefmarken-Ausgabe handelt, mit der Danzig auch im Auslande Ehre einlegen kann und wird. Vielleicht sind die einfarbigen beiden Werte infolge der Farbgebung nicht ganz so gefällig wie die übrigen, aber auch sie unterscheiden sich vorteilhaft von den bisherigen so geschmacklosen Germaniamarken.

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Arge Danzig, Rundschreiben 259, 2. Quartal 2018, Seite 3172.


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Added: 03/04/2018
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