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Gallery » Arge Danzig Rundschreiben Nr. 268 » Die Akte Herta Pasternack – ein Opfer der Aktion T4 aus Danzig

Am 9. Dezember 1939 wurde Herta Pasternack aus der Pflegeanstalt Riesenburg in die Gauheil- und Pflegeanstalt Con­radstein in Westpreußen verlegt.
Bereits in den ersten Tagen nach dem Über­fall auf Polen erreichten deutsche Ein­heiten die Heil- und Pflegeanstalt von  Kocborowo/Con­radstein (Ortsteil von Staro-gard Gdański/Stargard). Die Anstalt war mit etwa 2.100 polnischen Patienten belegt, für die nur 1.600 Betten zur Ver­fügung stan­den.  Am 22. September 1939 wurde die erste Gruppe von polnischen Patienten in den nahegelegenen Wald von Spengawsken gebracht und dort getötet. Diese Mord­aktion dauerte bis Mitte Januar 1940 an und forderte mindestens 1.692 Todesopfer.
Am 22. Juli 1941 wurde Herta Pasternack aus Conradstein zunächst nach Arnsdorf bei Dresden und dann am 7. Januar 1942 nach Großschweidnitz verlegt, wo sie am 4. Fe­bruar 1942 nach den Akten an allgemeiner Körperschwäche verstarb.

Arge Danzig, Rundschreiben 268, 3. Quartal 2020, Seite 3527


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Added: 23/11/2020
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