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darzustellen und auch noch mit Preisen zu versehen, da. bräuchte man manchmal für eine einzige Marke eine Katalogseite ohne die entsprechenden Abbildungen. - Es ist ohnehin schwierig, in manchen Fällen zu entscheiden, ob es katalogisierungswürdig ist. Beispielsweise können verschobene Aufdrucke bei allen Aufdruckmarken vorkommen. Wenn es bei 97 von 100 Marken bekannt ist, sollte man dann etwa bei den 97 Marken ei-nen Hinweis bringen, vielleicht noch mit der Erklärung, um wieviele Millimeter im Einzelfall? Dann findet jemand zwei weitere Millimeter versetzt, und einer findet dann auch noch von der 98. Marke eine Verschiebung des Überdrucks (oder, beim Zweiphasendruck, eine Verschiebung der Druckphasen zueinander - was dann gleich ein Doppeldruck ist).

Über die im letzten Rundschreiben aufgezählten Unstimmigkeiten im Michel-Spezial-Katalog sandte der Verlag eine ausführliche Stellungnahme, wofür an dieser Stelle gedankt sei. Da die Druckfahnen für den nächsten Michel-Spezial-Katalog bis zum 11.1.1985 beim Verlag sein müssen, können noch einige weitere Punkte vorgeschlagen werden, u.a. auch die Erhöhung einiger Markenpreise, speziell für Infla-echt.

Ebenso dankte der Verlag für den Hinweis, daß auf Seite 285 des Ganzsachen-Katalogs die Abbildung a für alle Ganzsachen P 10 bis P 23 gilt, während in Wirklichkeit etwa die Hälfte der Ganzsachen eine .Zeichnung aufweist, die der abgebildeten P 19 II F entspricht.

Unserem neuen Mitglied, Herrn Dr.Ing. Suhr, verdanken wir den nachstehenden Bericht:

Mein Onkel Alfred Haack war Mitbesitzer einer Papierfabrik (Packpapier und Dachpappen) in Leppin (Freistaat Danzig). Dort war ich 1924 (oder 1925) zu Besuch. Es wurden damals die überzähligen Markenbestände der lilaroten (Mi. Nr. 164-167) und der graublauen (169-176), es waren alles Marken des kleinen Querwappens einfarbig, im Beisein eines Beamten in der Papiermühle, zusammen mit brauner Packpapiermasse, vernichtet. Das fertige Packpapier von dem ich s.Zt. noch Reste hatte enthielt gut erkennbare Markenteile. Es handelte sich, soweit ich mich nach 60 Jahren noch erinnere, um Marken ohne Wertüberdruck.

Herr Dr. Suhr hat außerdem auch bei der Michel-Nr. 68 (Flugpost 1 M. rot) die gleiche Fluoreszenz festgestellt, wie sie bei den übrigen roten Marken, die im letzten Michel-Spezial-Katalog in a und b unterteilt worden sind. - An dieser Stelle, also in unseren Rundschreiben, ist schon wiederholt hingewiesen worden, daß man nach dem UV-Licht noch sehr vieles einteilen könnte. Der letzte Clou wäre dann ein Danzig-Album auf freundlichem dunkelgrauen Papier, entsprechend be-schriftet mit weißer, auch auf UV ansprechende Tinte, sodaß man auch bei UV-Licht seine Sammlung mal "mit anderen Augen" betrachten kann,.

MICHEL Handbuch-Kata Rollenmarken Deutsch 1985
In dieser zweiten Auflage des vor zwei Jahren erstmals herausgege-benen Katalogs sind nun neben den Preisen für postfrische auch die für gestempelte Ru:ienmarken mit rückseitiger Zählnummer notiert. Daß Dreier-, Fünfer-, Sechser-und Elferstreifen, Paare mit Aus- . g;eichszähnung, Rollenenden sowie Marken mit amtlichen Flickstellen registriert sind, versteht sich für einen solchen Spezialkatalog von selbst. Eine Katalogisierung unterschedlicher Fluoreszenzen wurde nicht vorgenommen.

Wie in der Michel-Rundschau vom Juni 1984 mitgeteilt wurde, hat der Schwaneberger Verlag in München be-schlossen, weder die „alte" noch die „neue" Fluoreszenz in den Deutschland-Spezialkatalog aufzunehmen. Der Grund: die „neue" Fluoreszenz kann auf chemischem Wege in die ,.alte" verwandelt werden. Umgekehrt soll das genauso sein.

Die Zweigleisigkeit im "Michel" ist höchst interessant: Bei modernen Marken, bei denen die Fluoreszenz ein ganz wesentliches Merkmal für eine Auflagenidentifizierung darstellt, wird auf eine Katalogisierung verzichtet. Beim Gebiet Danzig ist es dagegen wichtig, und eine Umkehrung der UV-Farben wird gar nicht erst in Erwägung gezogen.

Herr Jakubek (Bundesprüfer) hat bei. einem wegen der UV-Abweichung abgelehnten Prüfauftrag ausdrücklich auf die mögliche Änderung der UV-Farben nach

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Arge Danzig, Rundschreiben 125,  31.12.1984, Seite 686.


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Added: 23/10/2015
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