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Beilage zum Rundschreiben Nr. 111
der Arge Danzig

Karl Kniep
Goerdelerstr. 15  -  -  D 62 Wiesbaden

11. Mai 1981

Liebe Mitglieder der Arge Danzig,

diesen Zeilen liegt bei die Antwort auf die Frage, wann Heinrich von Stephan in Danzig war, ein Nachtragsblatt für unser "technisches Mitgliederverzeichnis" sowie eine Aufstellung von Abhandlungen.

Wiederum muß ich einige Herren um Nachsicht bitten, indem ich Briefe nicht beantworten konnte, speziell die Herren Blaszczyk, Laskowski, Rittmeister und Schüler. Tragen Sie mir bitte meinen Zeitmangel nicht nach, wir haben halt im Büro ab Ende Dezember jeweils Bilanzarbeiten.

Mit großer Freude konnte ich Herrn Hasselhoff am 25.2. in Wiesbaden begrüßen. Wir verlebten nette, leider zu kurz erscheinende Stunden.

Geplant ist eine Urlaubswoche in Berlin, dort will mir meine Frau einen Abend Ausgang gewähren. Ich bitte die Berliner Sammlerfreunde, mir zu schreiben, wer am Montag, dem 15. Juni, oder am Dienstag, dem 16. Juni, so etwa ab 18 Uhr, Zeit zu einem geselligen Plausch- und Tauschabend im Zentrum von Berlin hätte. Ich schreibe diese.Herren dann noch gesondert an, wenn es alles perfekt ist.

Man sollte nicht glauben, was es alles gibt. Folgendes ist wahr: Seit sehr vielen Jahren besitze ich den höchsten Wert der Guldenprovisorien (Nr. 192 = 5 Gulden) mit Stempel Danzig 1 k und zartem Korkstempel, ein bildhübsches Stück, von dem Herr Schüler mir damals sagte, es sei das erste Exemplar mit Rundstempel, das er als Infla-echt signieren könne. - Etwa 1976 sah unser Mitglied, Herr Smidt aus Wien, diese Marke bei. mir. Da Herr Smidt sie gern haben wollte, überließ ich sie ihm, und etwa 1979 tauschten wir sie wieder zurück. Im vergangenen Jahr legte ich alle meine "hohen" Guldenprovisorien nebeneinander zwecks Feststellung von Plattenmerkmalen. Als nun die etwa 12 Stück Nr. 192 nebeneinander lagen, fiel mir an der beschriebenen Marke die 5 auf - ihr Hals war eine Kleinigkeit kürzer als bei den übrigen Marken. - Bei nächster Gelegenheit schickte ich die bewußte Marke Herrn Schüler, ob er vielleicht bei seinen Exemplaren etwas ähnliches finden würde, und siehe da: Herr Schüler stellte fest, es ist die Nr. 189 1 Gulden, die 1 wunderschön unter Ausnutzung von Stempelelementen übermalt, fast schon ein Kunstwerk. - So sind drei "alte Hasen" auf einen ausgekochten Fuchs hereingefallen.

Meine Abhandlung über Farbprobleme bei Danzig-Briefmarken wurde erst nach Monaten in der Michel-Rundschau 2/1981 veröffentlicht. In diesem Artikel hatte ich erwähnt, von den seinerzeitig bestehenden Farbunter-teilungen a und b seien "etwa 8 zu viel und 8 zu wenig". -- Über etwa fehlende Unterteilungen, so schrieb ich weiter, würde ich mit den Farbprüfern in Verbindung stehen.

Gleich nach Erscheinen des Michel-Spezial 1981/82 Anfang April wurde ich mehr oder minder heftig (auch aus der Arge) kritisiert, weil mein. Artikel in Verbindung gebracht wurde mit der neuen Unterteilung bei den Freimarken Nr. 197-201.

Dieser Schluß ist zwar naheliegend, und Kritik ist immer gut.

Jedoch sind von meiner Seite aus lediglich zwei Marken neu unterteilt worden, und zwar Nr. 49 und Nr. 259. Bei den übrigen-ins Auge gefaßten Unterteilungen waren die Herren Farbprüfer Prof. Dr. Hochstätter und Zenker gegen eine Unterteilung bzw. nur bedingt für eine Unterteilung. Die Nrn. 197-201 standen bei meinen Untersuchungen nicht zur Debatte.

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Arge Danzig, Rundschreiben 111, 11. Mai 1981, Seite 586.


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Added: 09/12/2015
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