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„Eigentlich sollte ich heute überhaupt nicht hier sein …“

Klaus Richter, Tel. 0151-57548975, klaus.g.richter@t-online.de

Was dieser (eher „schräge“) Spruch aus einer aktuellen Fernsehwerbung mit dem hier abgebildeten Internationalen Antwortschein (IAS) zu tun hat, wird in der Folge noch zu klären sein. Bereits 1907 wurden die IAS eingeführt. Sie ermöglichten dem Inhaber im Ausland den unkomplizierten Erwerb des einfachen Briefportos für einen Brief in die Heimat. Bezahlt wurde der Schein schon beim Heimatpostamt, das ihn „einsatzbereit“ stempelte. Die simple Methode kam bei den Postkunden in einer Zeit zunehmender Reisetätigkeit gut an – man sparte sich Sprachprobleme und benötigte keine Landeswährung für den Erwerb.

Nun ist es an der Zeit, das Rätsel der Überschrift zu lösen:
Abgebildet ist IAS Nr. 7 in Variante XII.
Das Exemplar wurde 1940 auf dem PA Danzig 5 erworben und gebrauchsfertig gestempelt. Die Einlösung erfolgte 1942 im italienischen Montefiascone.

Die Danziger IAS sind mengenmäßig nicht eben groß. Es gab sieben Hauptnummern und zwölf unterschiedliche Typen (siehe Prof. Dr. Paul-August Koch „Die Internationalen Antwortscheine von Danzig“ sowie die Literatur-Beilage Nr. 5 der Arge Danzig). Die Unterscheidung erfolgte vorderseitig durch Eindruck des Portowertes und rückseitig nach Schriftart, Text usw.

Eingeordnet werden die IAS übrigens unterschiedlich: Die Post rechnete sie als Postwertzeichen ab, sammlerisch hatten sie den Status einer Ganzsache. Beides ist wohl leicht nachvollziehbar.

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Arge Danzig, Rundschreiben 264, 3. Quartal 2019, Seite 3369.


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Added: 08/07/2019
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