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>> ex Sammlung Dieter Bronisch:
[Dieter Bronisch, Tel. 03322-242453; E-Mail dieter.bronisch@t-online.de]

Solch eine Karte wurde zwischen 4 und 5 Uhr nachmittags desselben Tages an das PA Danzig 1 entspr. der Aufgabenverteilung der Danziger Innenstadt-PÄ (s. Lit.-Beitrag 656 von Prof. Dr. U. Klein) versandt. Dort wurde am 16.10.1923 früh zwischen 7 und 8 Uhr das fehlende Porto plus eine Gebühr für die Bearbeitung in Form von Freimarken auf die o. a. Benachrichtigungskarte geklebt, mit dem i. allg. für Nachporto verwendeten Stempel DANZIG * 1 s entwertet und an den Absender geschickt. Der Briefträger zog dann den Betrag ein.
Eigentlich hätten für diesen Zweck Nachportomarken verwendet werden müssen. Die höchste Nominale der vorhandenen Nachportomarken betrug aber nur 100.000 Mark (P 29 II). Um den fehlenden Betrag (einschl. Bearbeitungsgebühr) abdecken zu können, wären 145 St. der P 29 II nötig gewesen.
Ab 1.9.1923 galten nach Polen die gleichen Gebühren wie nach Deutschland und Öster-reich. Am 15.10.1923 verdreifachte sich aber das Porto für Briefe, Karten und andere Postdienstleistungen. Deshalb fehlten bei dem vom PA Danzig 5 angeführten Brief nach Kattowitz 14 Mio. Mark am Porto. Die Benachrichtigungskarte kostete 500.000 Mark.

->  14,5 Mio. Mark Nachporto-Gebühren
Für mich geht aus dem Text der Karte hervor, dass die Danziger Post daran interessiert war, die fehlende Gebühr nicht dem Empfängerland, sondern der eigenen Postkasse zugute kommen zu lassen.

Eine Frage aber bleibt:
Der Kartentext besagt, dass die Nachgebühr von 14 Mio. M ..… auf Ihrer Sendung in Frei-marken nachgeklebt …“ wurde. Sollte das wirklich geschehen sein, wäre ja der Post ein Verlust von 14 Mio. M. entstanden, denn der Betrag erscheint schon in Form von Frei-marken auf der Benachrichtigungskarte. Wie wurde denn nun verfahren?
Wer darüber Bescheid weiß, der möge sich bitte im Rundschreiben äußern.

Arge Danzig, Rundschreiben 221, Seite 1828.


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Added: 17/10/2008
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