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Noch einmal: „Die Odyssee eines Pakets“ (RS 269, Seite 3572)
Ton Hulkenberg, Tel. 0031-3329-82361, a.hulkenberg@casema.nl
Gern möchte ich darauf reagieren.

Die Fakten:
In Leipzig: Es wurde bar bezahlt für eine NN-Sendung nach Danzig in Höhe von zehn Mark. Danzig war Ausland! Normalerweise sind für ein NN-Paket neben der Paketgebühr noch die Bestellkosten und die NN-Vorzeige-Gebühr zu zahlen. Da das Paket ins Ausland ging, sind die Bestellkosten aber nicht fällig.


In Danzig: Ein Paket aus dem Ausland wird in dieser Zeit immer mit einer Zollgebühr von 50 Pfennig belastet, auch wenn das Paket als „zollfrei“ erklärt wird.


Eine NN-Paketkarte mit Formularnummer A 20a ist immer mit anhängender Zahlkarte versehen. Leider wurde hier die Formularnummer mit einem Hinweiszettel des PA Marienburg 2 abgeklebt. Aber die Karte ist eine A 20a. Das weiß ich, weil ich mich intensiv mit den Paketkarten beschäftigt habe. Auf der obigen Abbildung ist gut zu erkennen, dass hier eine anhängende Karte abgetrennt wurde.


Warum die Annahme des Paketes verweigert wurde oder warum es so lange in Danzig verblieb, ist nicht mehr nachvollziehbar, aber auch nicht wichtig.


Auf die Karte wurde mit Tinte die Zahl 11,90 G geschrieben. Was stellt sie dar? Die Idee, dass die Post in Danzig prüfte, ob in Leipzig alles richtig bezahlt wurde, ist natürlich Unsinn. Das war Sache der Leipziger Post. Wie schon erwähnt, gab es eine anhängende Zahlkarte. Die war durch den Absender ausgefüllt worden, wahrscheinlich in RM. Sind die 10 RM umgerechnet in Danziger Gulden 11,90 G? Ich besitze keine Umrechnungstabelle aus dieser Zeit. Aber es erscheint mir die einzige Erklärung für die 11,90 G.


Durch den Adressaten waren jetzt zwei Beträge separat zu zahlen: 50 Gpfg. an das Zollamt und 11,90 G an den Absender. Die Kosten für die Verrechnung Gulden nach RM und die Zahlkarte trug der Empfänger. Sie wurde vom NN-Betrag subtrahiert.


Arge Danzig, Rundschreiben 271, 2021, Seite 3669


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Added: 06/05/2021
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