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Gallery » Rundschreiben 137 - 1. Quartal, 1988 » Buchbesprechungen | Kleine Zeugen großer Ereignisse

Buchbesprechungen
Luposta '87 über 100 Seiten starke Broschüre über die Luposta 1987 in Berlin. Darin Seite 27-59 der Artikel unseres Mitgliedes, des Herrn Helmut Herbrand: "Berlin - Heimatflughafen der Junkere G 38", davon 4 Seiten über die "G 38" auf der Luposta in Danzig. Bezugspreis 5 DM incl. Inlandeporto, Bezugs-adresse: "IAPC" / Herr Frank Walter / Winterfeldtstr. 47 / 1000 Berlin 30 .

Kleine Zeugen großer Ereignisse
Kinderzeichnungen aus Polen zeigt Josef Golec.
Katalog zur Auastellung der Stadt Mainz 28.1. - 16.3.1986 mit ca. 35 farbigen und 25 schwarzweißen Abbildungen, Reproduktionen von Kinderzeichnungen zu religiösen und politischen Vergangenheite- und Gegenwartsthemen. Eine hochinteressante Dokumentation, vielfach Jaruzelski / Papstbesuch / Gewerkschaft.
Links: Walesa spricht zu der Menge.
Bestellungen bei Herrn Kniep, Adresse vorn. Ein Preis kann nicht genannt werden, weil der Danziger Landsmann, der noch einige Exemplare abgeben kann, bis Mitte Januar verreist ist.

Das alte Danzig (16./17. Jahrhundert) von Maria Bogucka, 1967, Warschau.
Das von Eduard Merian übersetzte Buch ist 1987 in 2. Auflage bei Koehler & Amelang, Leipzig, gedruckt worden. Ca. 250 Seiten mit vielen hervorragendeguten Abbildungen. überraschend ist das an vielen Stellen freimütig bezeugte Deutschtum, so z.B. auf den Reproduktionen alter Stiche. Es ist auch stete "Danzig" gedruckt. Seite 221: Die Danziger Bühnensprache war neben dem Deutschen noch das Lateinische und das Griechische. - Es besteht Aussicht, einige Exemplare beschaffen zu können. Anfragen an Herrn Kniep, Adresse vorn.

Geschichte Danzigs Originalnachdruck des zweibändigen Geschichtewerkes von Dr. Gotthilf Lösehin aus dem Jahre 1822/23. Es ist die erste Geschichte Danzigs, die im zeitlichen Zusammenhang geschrieben wurde. Zweibändige Ausgabe, 964 Seiten, Ganzleinen, Preie 98 DM. Zu beziehen durch: Danziger Verlagegesellschaft Paul Rosenberg, Dorfstr. 233, 2300 Klausdorf.

Danziger Hauskalender Es sind noch ein paar Exemplare 1987 (mit Hinweis auf unsere Arge) und 1988 ernältlich, die dank einer Zuwendung unseres "Kalendermannes" Siegfried Rosenberg verbilligt für zusammen 14 DM einschl. Porto (Übersee Luftpostzuschlag) abgegeben werden können (1988 allein 10 DM). Bestellungen (Lieferung nur, so lange Vorrat reicht) bei Herrn Kniep, Adresse vorn.

Warnungen 
Die vor einiger Zeit in Paris aufgetauchten und auf einer Auktion verkauften Makulaturbögen, dabei auch bisher unbekannte "Abarten", tauchen jetzt auf dem deutschen Markt auf, zertrennt in Viererblocke. Soweit bekannt, lag der Zuschlagpreis für ca. 50 Bögen, meist ungezähnter Druckausschuß von Danzigmarken 1920-1922, bei etwas über 10.000 DM. Mit Zuschlägen hat der Käufer also pro Viererblock etwa 10 DM bezahlen müssen. Die Ausrufpreise sind auch entsprechend niedrig: Auf der 157. Ebel-Auktion (26.-28.1.1988) sollen 15 Viererblocke verschiedener "Abarten" den Mindestpreis von 6.000 DM bringen. Weiterhin sind Stücke aus diesem Posten bisher aufgetaucht bei den Firmen Faber, Bad Godesberg, Schwanke & Sohn, Hamburg, Fehr und Ebel.

Soweit solche Stücke zur Prüfung vorgelegt wurden, erfolgte keine Signierung. Auch der Schwaneberger Verlag ist vorgewarnt worden, er will aus diesem Posten keine Neuaufnahmen vornehmen.

Einen Schlag unter die Gürtellinie mußte Herr Stoye einstecken. Die nebenstehend abgebildete Danzig Nr. 49 trägt den rückdatierten Stempel Danzig 1h und wird auf der bereits erwähnten Ebel-Auktion zum Verkauf angeboten mit dem Zusatz "Attest Stoye". Herr Stoye hat die Marke erstmals vorgelegt bekommen am gleichen Tag, an dem er auch den gedruckten Auktionskatalog zugestellt bekam. Sinngemäß schrieb Herr Stoye an die Firma, praktisch würde er ja nun als Trottel dastehen, der als Prüfer noch nicht einmal einen seit Jahrzehnten bekannten Falschstempel erkennen kann.

Nebenstehend ein Ausschnitt aus einer Briefattrappe, angeblich gerichtet an Herrn Bruno Stolzenberg, Langfuhr, Luisental 6 part.. Ein ähnliches Machwerk, ebenfalls mit Danzig Nr. 48 u.49, ist vom gleichen Tag gerichtet an Herrn Dr. Bruno Satori, Langfuhr, Luisental 6 part. (Später wohnte in diesem Haus Pfarrer Kurt Walter.) Der Stolzenberg-Brief wurde angeboten Jan1986 bei Friebel für 11.000, Mai 86 Pumpenmeier 11.000, okt.86 Friebel 11.000, Jan. 88 Pumpenmeier 9.800.

Da wir gerade beim "Großen Innendienst" sind: Links die Abbildungen aus einer großen Albumseite unbekannter Herkunft. - Wer nach diesen Aufdrucken versuchen würde, einen Großen Innendienst zu erwerben, wäre in der Tat verraten und verkauft. Besonders wirkungsvoll bei der Nr. 49 die fehlenden senkrechten "DANZIG", die im allgemeinen selbst von Fälschern nicht vergessen werden!

Herrn Schmieja verdanken wir die Übersetzung des Textes über Falschstempel, die von der Volksmiliz in Gdafisk beschlagnahmt wurden (Zeitpunkt nicht bekannt). Gemäß diesem Artikel aus der "Filatelista" Nr. 10 vom Mai 1987 handelt eslejch überwiegend um imitierte Danzig-Stempel mit feststehenden Daten, von denen uns schon einige "Abschläge" bekannt sind.

Seit einiger Zeit sind im Handel Danziger Inflationsmarken mit einem für das Gebiet Danzig nicht zuständigen Infla-Prüfzeichen erhältlich. Die Infla-Prüfzeichen der Danzigprüfer enthalten ein D oder S.

Arge Danzig, Rundschreiben 137, 2.1.1988, Seite 798.


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Added: 09/03/2016
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