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Vor 80 Jahren: LUPOSTA DANZIG 1932:
[Martin Jenrich, Tel. 030-9914166, martin.jenrich@web.de]

Vom 23. bis 31. Juli 1932 fand im Danziger Stadtmuseum, auch unter dem Namen Franziskanerkloster bekannt, die Internationale Luftpostausstellung LUPOSTA statt. Dieses Ereignis wurde von mir bereits vor 5 Jahren im RS 217, S. 1685-89, mit vielen Einzelheiten dargestellt.

Als ausführliche Lektüre sei das Heft zur LUPOSTA von Hans Georg Mencke aus dem Jahre 1984 empfohlen.

Die obige gummierte Werbemarke konnte für den kleinen Preis von 50 Pf. pro 100 St. bei der Ausstellungsleitung erworben werden und sollte – so hatten es sich die Organisatoren gedacht und gewünscht – auf die aus Danzig abgehende Post geklebt werden.

Am 11. Juli 1932 gab die Danziger Post- und Telegraphenverwaltung die bekannten fünf Marken zur LUPOSTA heraus (MiNr. 231-235). Das war eine „Sonder-Aushilfs-Ausgabe“, da die sparsame Postverwaltung auf die Restbestände der Freimarken MiNr. 207-211 zurückgriff und sie in der Danziger Postdruckerei nur überdrucken ließ. Damit stand auch die Auflagenhöhe fest: 52.000 Sätze. Es gibt natürlich auch auf der MiNr. 231 den von der MiNr. 207 I her bekannten Plattenfehler (Feld 42). Als Abarten sind ein Doppeldruck und ein Kehrdruck der MiNr. 231 bekannt. Die Marken waren bis zum 31.1.1938 gültig. Der Postkunde konnte sie aber nicht einzeln kaufen, sondern nur ganze Sätze – zum doppelten Nominalwert von 2 Gulden.

Zwei Sonderstempel kamen zum Einsatz. Der linke wurde für die Dauer der Ausstellung in einem Sonderpostamt in den Ausstellungsräumen verwendet (vom PA Danzig 1), der rechte nur am 30. und 31. Juli 1932 in einem Sonderpostamt im  Flughafengebäude in Langfuhr (vom PA Danzig 5).

Das Postamt Danzig 5 benutzte ab April 1932 diesen dreiteiligen Maschinenstempel. Es gab zwei Ausführungen des Rundstempels: den nebenstehenden und einen mit Stern und Kennbuchstaben „b“.

Nach der Eröffnung der Sonderpostämter nutzten die Besucher die Gelegenheit, dort ihre Post aufzugeben. Die Luftpostsendungen erhielten meistens die ovalen Lustpoststempel von Zoppot, Langfuhr, Danzig 1 und Danzig 5. Dabei nahmen die Postbelege, die das Luftschiff „Graf Zeppelin“ auf den drei Fahrten anlässlich der LUPOSTA beförderte, einen besonderen Platz ein (nur Karten und Briefe waren erlaubt). Die meisten Sendungen waren mit Danziger Marken versehen, aber es gab auch ausländische Belege mit Leitvermerken. Die Zeppelin-Fahrgäste lieferten Berge von Sendungen beim Bordpostamt ein. Meist handelte es sich um Sammlerpost.
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Arge Danzig, Rundschreiben 237, Seite 2361.


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Added: 03/10/2012
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